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Schach-WM:Auch das Hochrisikospiel endet remis

Schachweltmeisterschaft in London

Wieder ein Remis: Der amtierende Schachweltmeister Magnus Carlsen (rechts) und Herausforderer Fabio Caruana bei der Arbeit.

(Foto: dpa)

Die zehnte Partie der Schach-WM in London zwischen dem Weltmeister Magnus Carlsen und seinem Herausforderer Fabiano Caruana endete nach einem spannenden Schlagabtausch wieder unentschieden. Beide Spieler wollten am Donnerstag endlich die erste Partie bei dieser WM gewinnen und spielten von Beginn an mit offenem Visier. Carlsen ging dabei volles Risiko, doch Caruana federte den Angriff gegen seinen König jederzeit ab. Damit steht es nun 5:5.

Der 26 Jahre alte Herausforderer aus den USA eröffnete die Partie mit dem Doppelschritt des e-Bauern, und Carlsen antwortete wieder mit der Sizilianischen Verteidigung. Die Spieler wiederholten die gleiche Variante aus der achten Partie, bis Caruana im zwölften Zug mit einem unscheinbaren Vorstoß seines b-Bauern abwich. In der Folge erspielte er sich ein Übergewicht am Damenflügel, während Carlsen am Königsflügel auf den weißen Monarchen losging.

Dynamisches Gleichgewicht im Doppelturmendspiel

Durch den Tausch mehrerer Figuren wurde die Lage ab dem 32. Zug übersichtlicher, und nach dem Tausch der Damen nach der Zeitkontrolle entstand ein Doppelturmendspiel. Hier herrschte ein dynamisches Gleichgewicht der Kräfte, weil beide Spieler über gefährliche Bauern verfügten, die sich gegenseitig neutralisierten.

Carlsen leistete sich sogar eine Ungenauigkeit und verlor einen Bauern, doch das Material war stark reduziert und Caruana bot mit seinem 54. Zug remis an, das der Weltmeister natürlich annahm.

Die elfte Partie findet nach einem Ruhetag am Samstag, 24. November, statt. Wer zuerst 6,5 Punkte erreicht, krönt sich zum Weltmeister. Bei Gleichstand erfolgt ein Tiebreak.

© sz.de/dpa/sid/schma
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