Auch wer sich mit Schach bisher wenig auseinandergesetzt hat, dürfte mitbekommen haben, dass dieses Brettspiel mit seinen 32 Figuren und 64 Feldern hochkomplex ist. Egal wie tief jemandes Verständnis für Schach ist, die Rechenleistung des Gehirns reicht schlicht nicht aus, um dieses Spiel in all seinen Facetten zu durchdringen. Es bleibt bei der Annäherung. Auch für Großmeister.
Großmeister (GM), das ist die höchste Auszeichnung, die ein Schachspieler erhalten kann, der wichtigste Titel jenseits aller Trophäen und Medaillen. Es passt zum Spiel, dass auch die Verleihung durch den Schachweltverband (Fide) einem ziemlich komplizierten Verfahren folgt. An dieser Stelle muss daher die Kurzversion reichen. Um Großmeister zu werden, muss man zunächst eine gewisse Spielstärke nachweisen – und dann bei drei Turnieren jeweils eine sogenannte GM-Norm erreichen. Das gelingt, indem man genug Spieler besiegt, die bereits Großmeister sind.
An etwa 2150 Schachspielerinnen und Schachspieler hat die Fide diesen Titel auf Lebenszeit bisher verliehen. Am Sonntag ist einer der beliebtesten von ihnen, Daniel Naroditsky, im Alter von nur 29 Jahren gestorben.

