Schach:Der geheimnisvolle Algorithmus

Schach: US-Großmeister Hans Niemann wird vor einer Partie der US-Meisterschaften in St. Louis gescannt.

US-Großmeister Hans Niemann wird vor einer Partie der US-Meisterschaften in St. Louis gescannt.

(Foto: Bill Greenblatt/UPI Photo/Imago)

Die Betrugsaffäre Carlsen/Niemann erschüttert den Schachsport - doch der Weltverband hat Mühe, das Thema angemessen zu untersuchen. Die Prüfer ärgern sich insbesondere über eine Online-Plattform.

Von David Kulessa

Klaus Deventer ist derzeit ein vielbeschäftigter Mann. Nicht nur, dass der Jurist und Prüfer für Staatsexamen noch viele unkorrigierte Klausuren auf dem Schreibtisch liegen hat, wie er am Telefon erzählt. Deventer, 64, ist auch Teil jener dreiköpfigen Untersuchungseinheit, die für den Schachweltverband Fide in einem der größten Schachskandale der Geschichte ermittelt. Doch die Klärung der Auseinandersetzung zwischen Weltmeister Magnus Carlsen, 31, und US-Großmeister Hans Niemann, 19, gestaltet sich offenkundig schwierig - und es wird sichtbar, wie die Fide dem Thema hinterherläuft.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusSchummelei im Schach
:Ein Algorithmus schlägt Alarm

Ein Bericht der größten Plattform für Online-Schach weist nicht nur Hans Niemann hundertfachen Betrug nach, sondern erklärt auch Teile der Weltelite zu Schummlern. Dem Sport droht eine große Vertrauenskrise.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: