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SC Freiburg gegen Leipzig:Freiburg gibt nie auf

Mit dem Sieg war Streichs Taktik aufgegangen. Freiburg versuchte es mit einer defensiven Grundformation - sieben eher defensive Feldspieler standen bei Anpfiff auf dem Feld -, verengte die Räume und vergaß dennoch die Offensive nicht. Bis Gikiewicz gegen Augustin rettete, hatte Leipzig keine nennenswerte Torchance, der Sportclub hingegen zwei. In der 33. Minute parierte RB-Keeper Peter Gulacsi eine Direktabnahme von Lucas Höler, bei der zweiten machte es ihm Christian Günter einfacher - er schoss knapp am Tor vorbei (42.).

Und dann bestätigte sich die Einschätzung von Streich, dass seine Elf nie ein Spiel aufgibt, "egal, wie es steht". Denn nach dem 0:1 durch Werner (66.) hatten wohl viele der 23.700 Zuschauer den Eindruck, dass diese Partie Leipzig als Sieger haben würde. Doch keinem von ihnen gab die Freiburger Mannschaft in den Minuten darauf das Gefühl, dass sie das auch so sah.

Stattdessen stürmte der SC und kam nach zwei Ecken des starken Christian Günter zu den beiden Toren von Janik Haberer (72.) und Robin Koch (76.). "Schön", fand das Streich. Und versprach, mindestens bis Sonntagvormittag nicht an den kommenden Gegner zu denken. Wer Streich kennt, weiß: Das ist das Maximum an Hedonismus, das er sich nach einem Sieg gestattet.