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Formel 1:Verstappen ist schneller als Vettel und Hamilton

F1 Grand Prix of Brazil - Final Practice

Startet von der Pole-Position: Max Verstappen

(Foto: Getty Images)

Max Verstappen sichert sich die Pole-Position in São Paulo. Sarah Köhler schwimmt Kurzbahn-Weltrekord über 1500 Meter. Dressurreiterin Lisa Müller gewinnt überraschend den Weltcup in Stuttgart.

Formel 1, São Paulo: Red-Bull-Star Max Verstappen geht von der Pole Position in das vorletzte Formel-1-Rennen der Saison. Der Niederländer setzte sich im Qualifying zum Großen Preis von Brasilien (Sonntag, 18.10 Uhr/RTL und Sky) vor Sebastian Vettel (Heppenheim) durch, der damit von Rang zwei in sein 100. Rennen für Ferrari startet. Dritter wurde Weltmeister Lewis Hamilton (England) im Mercedes. Für Verstappen ist es die zweite Pole Position der Saison und die zweite seiner Karriere. Charles Leclerc (Monaco) im zweiten Ferrari wurde Vierter, wegen des Einbaus des vierten Verbrennungsmotors in seinem Boliden wird er aber um zehn Plätze strafversetzt.

Schwimmen, Kurzbahn: Freistilschwimmerin Sarah Köhler hat bei den deutschen Kurzbahn-Meisterschaften einen Weltrekord über 1500 Meter aufgestellt. Die 25-Jährige schlug am Samstag in Berlin nach 15:18,01 Minuten an und war damit 1,7 Sekunden schneller als die Spanierin Mireia Belmonte bei ihrer alten Bestmarke im Jahr 2014. Köhler stellte gut acht Monate vor den Olympischen Spielen in Tokio damit erneut ihre Ausnahmeform unter Beweis. Bei den Weltmeisterschaften auf der Langbahn hatte sie in diesem Sommer über 1500 Meter Silber gewonnen und den Titel mit der 4 x 1,25 Kilometer-Staffel im Freiwasser gefeiert.

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Am Samstag war sie mehr als 30 Sekunden schneller als die zweitplatzierte Leonie Beck (15:49,69). Dritte wurde Celine Rieder (15:55,51). Kurz vor der Bestmarke seiner Freundin hatte Doppelweltmeister Florian Wellbrock einen nationalen Rekord aufgestellt. Der 22 Jahre alte Freistilschwimmer war im 800-Meter-Rennen in 7:32,04 Minuten der Schnellste und übertrumpfte die alte Bestmarke 1,4 von Florian Vogel aus dem Jahr 2015 um 1,4 Sekunden. Für Wellbrock, der die Titelkämpfe in der Hauptstadt auch als Formcheck nach einem vierwöchigen Höhentrainingslager, an dem auch Köhler teilnahm, sieht, war es der zweite Sieg nach dem Erfolg auf seiner Paradestrecke über 1500 Meter am Donnerstag. Am Samstag war er fast vier Sekunden schneller als der zweitplatzierte Sven Schwarz. Rang drei belegte Henning Mühlleitner.

Berglauf-WM, Laura Dahlmeier: Biathlon-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier hat ihr Debüt bei der Berglauf-Weltmeisterschaft auf dem 27. Platz beendet. Acht Monate nach ihrem letzten Weltcup-Rennen in der Loipe bewältigte die 26 Jahre alte Bayerin die 42-Kilometer-Distanz mit einer Höhenmeter-Differenz von 2100 Metern am Samstag in 4:20:27 Stunden. Den Titel holte sich die Rumänin Cristina Simion in 3:49:57 Stunden vor den Französinnen Adeline Roche und Blandine L'Hirondel. Sie sei mehr oder weniger "durch Zufall dazugekommen", hatte Dahlmeier vor dem Wettkampf über ihr neues sportliches Abenteuer gesagt. "Ich habe erst mal googeln müssen, was das ist und mir dann gesagt: Warum eigentlich nicht? Deutschland international vertreten zu dürfen, ist immer etwas sehr Besonderes." Die Ex-Biathletin aus Garmisch-Partenkirchen war die prominenteste Athletin im deutschen Berglauf-Team, das sich bei den Wettkämpfen im argentinischen Villa la Agostura über einen zwölften Platz des Siegburgers Moritz Auf der Heide freuen durfte. Vor zwei Jahren hatte der deutsche Vorjahres-Meister bei der WM in Italien noch Rang 72 belegt. Weltmeister wurde der US-Amerikaner Jim Wamsley.Dahlmeier empfand es schon vor ihrem Start als "Auszeichnung für eine Wintersportlerin für eine Sommersport-WM nominiert" worden zu sein. Anders als zu Biathlon-Zeiten hatte sie vor dem anstrengenden Rennen durch die Bergwelt Patagoniens keinen Druck verspürt.

Reiten, Dressur: Dressurreiterin Lisa Müller hat beim Weltcup-Turnier in Stuttgart einen überraschenden Sieg gefeiert. Die Ehefrau von Bayern-Fußballer Thomas Müller setzte sich am Samstag im Grand Prix durch. Die 30-Jährige erhielt für ihren Ritt mit dem Wallach Stand by me 75,913 Prozent. Bei ihrer 50. internationalen Prüfung siegte die von ihrem Mann bejubelte Müller vor Ingrid Klimke aus Münster mit Franziskus (75,413). Eine unerwartet fehlerhafte Vorstellung lieferte Vorjahressiegerin Isabell Werth (Rheinberg), die mit Emilio (74,239) nur Fünfte wurde. Die sechsmalige Olympiasiegerin durfte sich aber zumindest über den Sieg von Müller freuen, die von ihr trainiert wird.

Tennis, ATP Finals: Roger Federer hat bei den ATP Finals in London nach einer Niederlage im Generationenduell mit Debütant Stefanos Tsitsipas das Endspiel verpasst. Der 38-Jährige unterlag im Halbfinale am Samstag dem 17 Jahre jüngeren Griechen 3:6, 4:6. Tsitsipas' Gegner ermitteln am Abend (21.00 Uhr/Sky) Titelverteidiger Alexander Zverev (Hamburg) und der Österreicher Dominic Thiem. Federer hatte bei seiner 17. Teilnahme an dem Elite-Turnier der acht Saisonbesten mit Siegen über Mario Berrettini und Novak Djokovic zum 16. Mal die K.o.-Phase erreicht. Im Vorjahr hatte er im Halbfinale gegen den späteren Sieger Zverev verloren. Mit bislang sechs Triumphen ist er der Rekordchampion bei dem traditionsreichen Event am Saisonende.

Von bislang drei Duellen mit Tsitsipas hatte Federer die letzten beiden gewonnen und war damit leicht favorisiert in die Begegnung gegangen. Dennoch legte er einen Fehlstart hin. Es dauerte bis zum vierten Spiel des Tages, ehe der Maestro erstmals punktete. Danach lief er dem frühen Rückstand erfolglos hinterher, obwohl er mehrfach zu Breakchancen kam. Das Match war dennoch spätestens jetzt ein faszinierender Schlagabtausch. Allein das letzte Spiel des ersten Durchgangs dauerte über zehn Minuten, neunmal ging es über Einstand. Tsitsipas präsentierte sich dabei wesentlich kaltschnäuziger, nutzte auch zu Beginn des zweiten Satzes seine erste Breakmöglichkeit. Diesmal aber konterte Federer umgehend und glich aus. Doch Tsitsipas ließ sich das Momentum nicht nehmen und holte sich in einem weiteren extrem umkämpften Spiel den Vorteil zurück. Im Angesicht der drohenden Niederlage veränderte Federer sein Spiel, spielte plötzlich vermehrt Stopps oder Serve-and-Volley. Die Wende schaffte er - trotz einer Bilanz von 12:4 Breakbällen im gesamten Match - dennoch nicht mehr.

Fußball, Italien: Inter Mailand hat Medienberichte zurückgewiesen, wonach Trainer Antonio Conte persönlich mit einem Brief mit einem Projektil bedroht worden sei. Ein Sprecher des Serie-A-Clubs erklärte am Samstag, dass der Club und nicht Conte einen Brief erhalten hätte und sich - "wie üblich in solchen Situationen" - an die Behörden gewandt hätte. Auf die Frage, ob Conte unter Polizeischutz stehe, sagte der Sprecher, er gehe nicht davon aus. Zum Inhalt des Briefes machte er keine Angaben. Italienische Medien hatten berichtet, der Coach selbst habe den Drohbrief erhalten und sich umgehend persönlich an die Polizei gewandt. Darauf habe er eine besondere Bewachung bekommen. Medien zitierten allerdings auch die Frau Contes, die von einer "Ente" sprach.

Basketball, NBA: Nationalspieler Moritz Wagner hat beim erfolgreichen Start der deutschen Legionäre ins Wochenende der nordamerikanischen Profiliga NBA eine Glanzvorstellung abgeliefert. Der gebürtige Berliner zeigte beim 137:116 der Washington Wizards bei den Minnesota Timberwolves seine bislang stärkste Leistung in der besten Liga der Welt und verbuchte durch seine 30 Punkte sowie 15 Rebounds persönliche NBA-Bestwerte. Neben Wagner, der im Sommer nach seiner ersten NBA-Saison bei den Los Angeles Lakers zu den Wizards gewechselt war, steuerte auch sein Landsmann Isaac Bonga drei Zähler zum Gästesieg bei. Erfolgreichster Spieler der Wizards, die zuvor drei Begegnungen in Serie verloren hatten, war Bradley Beal mit 44 Punkten.

Neben Wagner und Bonga feierten drei weitere Nationalspieler Erfolge mit ihren Teams. Dennis Schröder beendete mit Oklahoma City Thunder durch ein 127:119 gegen die Philadelphia 76ers ein Zwischentief von zuletzt zwei Niederlagen nacheinander, kam aber nur auf mäßige acht Punkte. Daniel Theis erzielte beim zehnten Sieg von Rekordmeister Boston Celtics in Folge mit 105:100 bei Ex-Champion Golden State Warriors sieben Zähler. Isaiah Hartenstein feierte unterdessen beim sechsten Sieg der Houston Rockets nacheinander sein Saisondebüt und verbuchte beim 111:102 der Texaner vier Punkte.

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