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Leroy Sané und der FC Bayern:"Er möchte zu einem anderen Klub wechseln"

September 2019: Noch-Präsident Uli Hoeneß meldet aus der Schaltzentrale des FC Bayern, dass man sich im Klub natürlich auch weiterhin mit Sané beschäftigen werde. Der Plattform Planet Futbol sagt Hoeneß, der FC Bayern müsse bei Sané "abwarten, wie seine Genesung verläuft. Ich denke, die neuen Leute müssen sich im Januar, Februar zusammensetzen und beraten, wie es in dieser Sache weitergeht".

Januar 2020: Trainer Hansi Flick wünscht sich recht deutlich Verstärkung für den eigenen Kader, schon in der Winterpause. Sané spielt in den Überlegungen nur eine untergeordnete Rolle: Er muss seine Verletzung auskurieren.

März 2020: Die Corona-Pause in der Bundesliga regt neue Denkprozesse beim FC Bayern an. Rummenigge sagt dem Münchner Merkur: "Keiner weiß heute genau, wie sich die Corona-Krise in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter auf den Fußball auswirken wird. Daher haben wir das Thema Neuzugänge erst einmal auf 'Hold' gestellt". Ablösesummen und Spielergehälter würden durch die Folgen der Krise "von allen Vereinen in ganz Europa neu überprüft werden". Da Sané im Vorjahr wohl eine dreistellige Millionensumme gekostet hätte, spielen die Zahlen keine untergeordnete Rolle.

April 2020: Im Sané-Lager hat man die Botschaft zur Kenntnis genommen, man sendet via Sport Bild eindeutige Signale: Der FC Bayern sei "der einzige Klub in Deutschland, den sich Leroy als nächsten Karriere-Schritt vorstellen kann", sagt Damir Smoljan, der Geschäftsführer von Sanés Beraterfirma Lian Sports. Aber auch andere Spitzenvereine in Europa würden sich um den Spieler bemühen, soll heißen: Bayern muss jetzt schon was bieten.

Anfang Mai 2020: Auch Leipzigs Timo Werner schickt Signale nach München: "Falls ein Wechsel irgendwann einmal ein Thema werden sollte, würde mich eher der Schritt ins Ausland reizen als ein Wechsel zu Bayern", sagt er der Sport Bild und erleichtert den Münchnern die Transferplanung - sie können sich nun ganz auf die Verpflichtung von Sané konzentrieren. Im Juni wechselt Werner zum FC Chelsea.

Ende Mai 2020: Ehren-Präsident Hoeneß lässt in einem Telefon-Interview mit dem BR fast beiläufig den Namen Sané fallen, als gehöre dieser schon zur Mannschaft des FC Bayern ("Ich glaube, dass wir an der Schwelle zu einer neuen, tollen Generation sind"). Nach dem folgenden Spiel gegen Düsseldorf sagt Sportvorstand Oliver Kahn bei Sky: "Ich wäre ganz vorsichtig, jetzt über irgendwelche Transfers nachzudenken im größeren Millionenbereich." 30 oder 40 Millionen Euro - egal für welchen Spieler - seien keine Peanuts, so Kahn. Die Verhandlung mit Manchester City läuft offenbar noch.

19. Juni 2020: Sané möchte wirklich gerne wechseln und konnte nun auch seinen Noch-Trainer Guardiola als Sprachrohr gewinnen. "Er möchte zu einem anderen Klub wechseln", sagt Guardiola, "wenn zwei Vereine am Saisonende zu einer Einigung kommen, kann er gehen. Wenn nicht, wird er mit Ende seines Vertrages (2021, d. Red.) gehen." Ein erneutes Vertragsangebot des Premier-League-Klubs habe Sané abgelehnt.

23. Juni 2020: Erstmals seit seinem Kreuzbandriss spielt Sané wieder bei den Profis mit: Gegen den FC Burnley wird er in der 79. Minute beim Stand von 5:0 eingewechselt, es bleibt bei dem Ergebnis.

2. Juli 2020: Sané absolviert den Medizincheck in München.

3. Juli 2020: Der FC Bayern gibt die Verpflichtung von Sané bekannt, er bekommt einen Vertrag bis 2025. Die Ablösesumme soll laut Medienberichten weniger als 50 Millionen Euro betragen, womit sich der Preis im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert hätte. "Wir sind glücklich, dass wir Leroy Sané beim FC Bayern willkommen heißen können. Er ist ein hervorragender Spieler, der seine Qualitäten in den vergangenen Jahren nachhaltig unter Beweis gestellt hat, insbesondere in der Nationalmannschaft. Unser Ziel ist es, die besten deutschen Spieler beim FC Bayern zu versammeln und die Verpflichtung von Leroy unterstreicht diesen Weg", sagt Rummenigge. "Servus München", sagt Sané auf Instagram und streift sich das Trikot der Bayern über, die Klubphilosophie hat er mit seinen Schlussworten schon verinnerlicht: "Mia san Mia."

© SZ.de/ebc
Football - 2019 / 2020 Premier League - Manchester City vs. Burnley Leroy Sane of Manchester City at the Etihad Stadium.

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