Russischer Dopingskandal:Bann für Schipulin

Russlands sogenanntes Team olympischer Athleten verliert für die Spiele wohl ein Quintett von hochkarätigen Sportlern. Ein Kontrollgremium des IOC strich die Fünf wegen Verwicklung in den russischen Staatsdoping-Skandal.

Russlands Olympia-Mannschaft verliert mit einem Schlag weitere herausragende Sportler für die Winterspiele in Pyeongchang (9. bis 25. Februar). Wie das russische Olympia-Komitee ROC mitteilte, wurden der Biathlet Anton Schipulin, Shorttracker Wiktor Ahn, Skilangläufer Sergej Ustjugow, zudem die Paarlauf-Olympiazweite Xenia Stolbowa und der EM-Dritte im Eistanz, Iwan Bukin, von der Kandidatenliste für ein Team unter neutraler Flagge gestrichen, weil sie in den Skandal um das Staatsdoping verwickelt gewesen seien. Die Entscheidung fällte ein Ausschuss des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), der "Invitation Review Panel", der bestimmt, welche Sportler für einen solchen Start infrage kommen.

In Russland stieß die Entscheidung auf Unverständnis. Die genannten Athleten, sagte Russlands NOK-Vizepräsident Stanislaw Posdnijakow, seien "nie in einen Dopingskandal verwickelt" gewesen und hätten "in ihrer Karriere durch zahlreiche Dopingtests bewiesen, dass sie saubere Sportler" seien. Das ROC erkannte die Entscheidung nicht als final an, obwohl Ahns Anwalt äußerte, dass für einen Einspruch die Zeit bis zu den Spielen zu kurz sei.

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