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Rummenigge über Kovac:"Ich habe überhaupt kein Problem mit ihm"

FC Bayern Muenchen v Hannover 96 - Bundesliga

Hat keine Job-Garantie von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: Bayern-Trainer Niko Kovac.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Bayerns Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge erklärt seine Erwartungen an Trainer Niko Kovac. Die Fifa bestätigt die Transfersperre gegen Chelsea.

Bundesliga, FC Bayern: Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge will von Dissonanzen zwischen ihm und seinem Trainer Niko Kovac nichts wissen. "Ich habe überhaupt kein Problem mit ihm. Er hat es ja auch gesagt: Wir haben überhaupt kein Problem miteinander. Aber es herrscht nun mal Erfolgsdenken beim FC Bayern. Das ist auch notwendig", sagte der Bayern-Boss im gemeinsamen Interview mit tz, Münchner Merkur, Abendzeitung und Bild.

Nach wie vor zähle bei den Bayern das Leistungsprinzip. "Ich habe immer nur gesagt: Bei Bayern München musst du liefern. Das gilt für jeden, für den Trainer, für die Spieler, fürs Management, für alle. Das ganze System bei uns ist auf dem Faktor Erfolg aufgebaut. Wir haben den Erfolg seit den 70er-Jahren kontinuierlich entwickelt und müssen ihn aufrechterhalten", sagte Rummenigge, der seinem Coach trotz eines bis 2021 laufenden Vertrages zuletzt wiederholt eine Jobgarantie verweigert hatte.

Rummenigge versicherte aber, dass die Führungsetage des deutschen Fußball-Rekordmeisters derzeit nicht über mögliche Nachfolgekandidaten diskutiere. "Wir haben bei Bayern München überhaupt noch nicht über das Thema Trainer gesprochen", sagte der 63-Jährige. Er selbst habe zwar zuletzt den Namen Xabi Alonso ins Gespräch gebracht, aber nicht als Cheftrainer für die nächsten Jahre: "Er war ein grandioser Spieler, ein wunderbarer Mensch und ist jetzt in der Ausbildung. Das ist keine Personalie, die für uns jetzt als Cheftrainer infrage kommt."

Rummenigge berichtete, dass nach seinem Kenntnisstand der frühere Bayern-Profi für die neue Saison als Co-Trainer von Julian Nagelsmann in Leipzig im Gespräch war. Soweit er wisse, habe der Spanier Münchens Finalgegner im DFB-Pokal aber abgesagt.

England, Chelsea: Die Fifa hat das Transferverbot für den FC Chelsea bis 2020 wegen des Verstoßes gegen die Regeln zur Verpflichtung Minderjähriger bestätigt. Die Berufungskommission habe den Einspruch des Premier-League-Clubs und Gegners von Eintracht Frankfurt im Europa-League-Halbfinale abgewiesen, heißt es in einer Mitteilung des Fußball-Weltverbandes vom Mittwoch. Der Bann betreffe aber nicht Nachwuchsspieler unter 16 Jahren. Außerdem bestätigte das Gremium eine Geldstrafe in Höhe von 600 000 Schweizer Franken (rund 526 000 Euro).

Der FC Chelsea zeigte sich am Mittwoch in einem Statement "sehr enttäuscht darüber, dass das Transferverbot von zwei aufeinanderfolgenden Registrierungsperioden nicht aufgehoben wurde". Der Verein wies "die Feststellungen der Fifa-Berufungskommission kategorisch zurück" und wird gegen diese Entscheidung beim Internationalen Sportgerichtshof (Cas) Berufung einlegen.

Der Club sieht in der ursprünglichen Entscheidung der Disziplinarkommission eine Ungleichbehandlung im Vergleich mit anderen Vereinen. In allen anderen bekannten Fällen sei zuvor das Verbot bis zu einer endgültigen Entscheidung wieder aufgehoben worden. Nicht von der Entscheidung betroffen ist der Transfer von Christian Pulisic von Borussia Dortmund zu Chelsea. Der Club hatte den US-Nationalspieler bereits im vergangenen Winter für 64 Millionen Euro Ablöse gekauft, ihn aber bis zum Saisonende an den BVB verliehen.

Chelsea darf nach einer Entscheidung der FIFA bis zum Sommer 2020 keine neuen Spieler verpflichten, weil die Blues in 29 Fällen gegen die Regeln zur Verpflichtung Minderjähriger verstoßen haben sollen. Chelsea hatte stets betont, der Club habe in Übereinstimmung mit allen gültigen Regularien gehandelt.

3. Liga, Kaiserslautern: Im Kampf um die Drittliga-Lizenz hat der FC Bayern München den 1. FC Kaiserslautern unterstützt. Wie der deutsche Fußball-Rekordmeister am Mittwoch mitteilte, kommt er zu einem sogenannten "Retterspiel" am 27. Mai (18.30 Uhr) ins Fritz-Walter-Stadion. Nach Angaben der Münchner hat die Zusage für die Begegnung dabei geholfen, die Drittliga-Lizenz für die kommende Saison zu erhalten. Sämtliche Einnahmen der Partie auf dem Betzenberg kommen dem 1. FC Kaiserslautern zugute.

"Der 1. FC Kaiserslautern ist einer der großen Traditionsvereine in Deutschland", erklärte Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. "Viele Jahre hat es intensive, im Rückblick auch legendäre Spiele des FC Bayern in Kaiserslautern gegeben. Der Fußball lebt von Emotionen und sportlicher Rivalität, auch von Solidarität. Deshalb helfen wir gerne und hoffen, dass der 1. FC Kaiserslautern auf absehbare Zeit auch wieder in die Bundesliga aufsteigen kann."

Bundesliga, München: Philipp Lahm hält ein Engagement seines ehemaligen Teamkollegen Oliver Kahn als Vorstand beim FC Bayern München für erfolgversprechend. Der Fußball-Weltmeister von 2014 wollte in einem Interview der "Sport Bild" (Mittwoch) zwar nichts konkret über den Ex-Nationaltorhüter und dessen Eignung als Manager beim Rekordmeister sagen. "Nur eines: Der FC Bayern ist in der Vergangenheit sehr gut damit gefahren, dass er die wichtigsten Positionen im Verein mit Menschen besetzt, die den nötigen Sachverstand aus dem Fußball mitbringen. Unter diesen Voraussetzungen macht eine Bestellung von Oliver Kahn meines Erachtens durchaus Sinn", meinte Lahm.

Der einstige Abwehrspieler hatte nach seinem Karriereende selbst die Möglichkeit, einen Managerposten beim FC Bayern zu erhalten. Es kam zu keiner Einigung. Inzwischen ist der 35-Jährige für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) Geschäftsführer der Gesellschaft zur Organisation der EM 2024. Kahn soll am 1. Januar 2020 bei den Bayern anfangen und dann von Karl-Heinz Rummenigge als künftiger Vorstandsvorsitzender eingearbeitet werden. Vertraglich fixiert wurde das aber noch nicht.

US-Sport, Eishockey: Die St. Louis Blues haben sich auf dramatische Weise für das Playoff-Halbfinale in der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL qualifiziert. Die Blues gewannen am Dienstag (Ortszeit) das entscheidende siebte Spiel der Viertelfinalserie gegen die Dallas Stars mit 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 1:0) nach zweifacher Verlängerung. Den Siegtreffer für die Gastgeber erzielte Pat Maroon nach 5:50 Minuten in der zweiten Overtime. Zuvor sorgte bereits Vince Dunn (14. Minute) für die 1:0-Führung der Blues. Den Ausgleich der Texaner markierte Mats Zuccarello (16.). Die Blues gewannen die Best-of-Seven-Serie am Ende mit 4:3. Im Halbfinale trifft St. Louis entweder auf die San Jose Sharks oder die Colorado Avalanche um Nationaltorhüter Philipp Grubauer. Die beiden Western-Conference-Kontrahenten stehen sich am Mittwoch im Entscheidungsspiel im kalifornischen San Jose gegenüber.

Bundesliga, Werder Bremen: Claudio Pizarro von Werder Bremen will seine Karriere über den Sommer hinaus fortsetzen. "Ich fühle mich sehr gut. Ich habe die Idee im Kopf, noch ein Jahr zu spielen", sagte der Peruaner, der am 3. Oktober 41 Jahre alt wird, dem Onlineportal meinwerder.de. Der Vertrag des Publikumslieblings an der Weser läuft aus. Pizarro wolle nun "mit den Verantwortlichen hier im Verein reden, welche Pläne sie haben", sagte der Angreifer, der "gerne innerhalb des nächsten Monats wissen" würde, ob die Hanseaten ihm einen neuen Vertrag anbieten werden. Frank Baumann, Bremens Geschäftsführer Sport, hatte sich bei dem Thema zuletzt alle Optionen offen gelassen.

Mit seinem Karriereende will sich Pizarro noch nicht beschäftigen. "Wenn ich könnte, würde ich nie mit Fußball aufhören. Und doch wird es irgendwann passieren müssen", sagte der Torjäger, der 1999 sein Bundesliga-Debüt feierte und derzeit zum fünften Mal in Bremen unter Vertrag steht. Und doch wird "diese Geschichte" irgendwann "ein Ende haben, das weiß ich. Für jetzt gilt aber: Ich fühle mich gut. Das Ende wird kommen, wenn mein Körper mir sagt: Jetzt reicht es nicht mehr, um auf Wettbewerbsniveau mitzuhalten. Denn das ist genau das, was ich nicht möchte: Fußball spielen, obwohl ich nicht mehr mithalten kann." In 28 Pflichtspielen in dieser Saison erzielte Pizarro sechs Tore und bereitete zwei weitere Treffer vor.

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