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Rudern - Hamburg:Parasportlerinnen nach Zwangspause zurück auf dem Wasser

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Edina Müller paddelt auf der Regattabahn in Duisburg. Foto: picture alliance / dpa / Archivbild (Foto: dpa)

Hamburg (dpa/lno) - Nach fast zwei Monaten Zwangspause haben die ehemalige Parakanu-Weltmeisterin Edina Müller und Pararuderin Sylvia Pille-Steppat aus Hamburg ihre erste Trainingseinheit am Wassersportzentrum Allermöhe absolviert. "Das Wetter hat mitgespielt, wir hatten Sonne und spiegelglattes Wasser. Es war toll, sich wieder im Boot zu bewegen", sagte die 36 Jahre alte Müller. In den Wochen zuvor war sie im Trockentraining. "Ich habe zum Glück einen Kajakergometer zu Hause. Das kann das Wassertraining zwar nicht ersetzen, aber ich konnte zumindest etwas machen und in Bewegung bleiben."

Pille-Steppat war ebenfalls erleichtert. "Trotz der langen Pause fühlte ich mich in meinen Boot und im gewohnten Ruderrevier gleich wieder heimisch." Wie auch Müller hatte sich die 52-Jährige daheim fit gehalten. "Ich habe ein Ruderergometer, damit kann man Ausdauereinheiten und Tempotraining machen. Zunächst war ich auch oft mit dem Handbike unterwegs, aber leider ist das seit Ostern in der Reparatur."

Ob beide dieses Jahr auch noch Wettkämpfe bestreiten werden, ist nach der Absage der internationalen Veranstaltungen bis in den Spätsommer offen. "Ich trainiere, als wenn ich im September eine Medaille bei der WM holen wollte", sagte Müller. Für Pille-Steppat sind die auf 2021 verschobenen Paralympics in Tokio das große Ziel: "Mir fehlen die Wettkämpfe schon. Aber die Aussicht auf die Paralympics ist einfach eine riesengroße Motivation für mich."

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