Tennis Federer gewinnt zehnten Titel in Halle

Ist in Halle Publikumsliebling: der Schweizer Roger Federer.

(Foto: AFP)
  • Roger Federer hat zum zehnten Mal das Tennisturnier in Halle gewonnen.
  • So viele Titel bei ein und demselben Turnier hat bislang sonst nur Rafael Nadal holen können.
  • Der Triumph Federers zeigt auch: Der Schweizer ist bereit für das Rasenturnier in Wimbledon.

Der Schweizer Tennisstar Roger Federer hat zum zehnten Mal das ATP-Turnier in Halle/Westfalen gewonnen. Der 37-Jährige besiegte im Finale am Sonntag den Belgier David Goffin, der im Viertelfinale Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev ausgeschaltet hatte, nach 1:23 Stunden mit 7:6 (7:2), 6:1.

Sein 102. Titel auf der Tour war für Federer ein besonderer: Noch nie hatte er ein Turnier zehnmal gewonnen. Er ist nun der einzige Spieler neben dem Spanier Rafael Nadal (zwölf Titel bei den French Open, elf Siege in Monte Carlo und Barcelona), der in der Open Era eine zweistellige Anzahl an Titeln bei einem Turnier aufweisen kann. Gleichzeitig ist Federer durch seinen Sieg bei den Noventi Open der älteste Spieler seit Ken Rosewall, der auf der ATP-Tour einen Titel gewinnt. Die australische Legende hatte 1977 in Hong Kong im Alter von 43 Jahren triumphiert.

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Einen Tag nach dem lockeren Halbfinal-Erfolg über den Franzosen Pierre-Hugues Herbert musste Federer auf dem schon recht ramponierten Rasen zunächst hart dafür arbeiten. Vor 11 500 Zuschauern geriet der Topgesetzte als Erster in eine brenzlige Situation. Einem 0:40 stand der Favorit bei 2:2 und eigenem Aufschlag gegenüber, doch er befreite sich. Auch in den nächsten zwei Aufschlagspielen lief Federer einem Rückstand hinterher.

Der ehemalige Top-Ten-Spieler Goffin hatte im Viertelfinale den Hamburger Alexander Zverev entnervt. Nun stellte der nur 70 Kilogramm leichte 28-Jährige aus dem belgischen Rocourt mit seinem konstanten Spiel auch Federer im ersten Satz vor Probleme und zwang ihn in den Tiebreak. Erst nachdem der Weltranglisten-Dritte aus Basel den Tiebreak klar für sich entschied, war der Widerstand gebrochen.

Federer scheint bereit zu sein für sein Lieblingsturnier

Im zweiten Satz ermöglichte der Weltranglisten-33. Goffin dem Publikumsliebling mit einem Doppelfehler im ersten Spiel das erste Break der Partie. Vor einem Jahr hatte Federer noch seinen Jubiläumstitel verpasst, als er überraschend dem Kroaten Borna Coric im Endspiel unterlag. Jetzt feierte er auch den 102. Titel seiner Laufbahn.

Für den am 1. Juli beginnenden Rasenklassiker Wimbledon hat sich Federer viel vorgenommen. Dass er es selbst bei den French Open in Paris auf dem kräftezehrenden Sand ins Halbfinale schaffen kann, hat den 20-fachen Grand-Slam-Turniersieger zusätzlich bestärkt. Und genug vom Tennis hat er noch immer nicht: "Ich finde es fast eher ein bisschen schade, wenn ich jetzt da ein bisschen in die Nostalgie reingehe, dass ich eigentlich schon fast praktisch am Ende bin von meiner Karriere", hatte Federer gesagt.

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