Trotz gesundheitlicher Probleme sind die sechsmaligen Rodel-Olympiasieger Tobias Wendl und Tobias Arlt in Oberhof im Doppelsitzer zum Sieg gerast, sogar mit Bahnrekord. Der 60. Weltcup-Sieg ihrer Karriere war umso beeindruckender, weil Wendl wegen muskulärer Probleme nur „verschwommen sehen“ konnte, wie er sagte. Die Weltmeister Hannes Orlamünder/Paul Gubitz, die sich nicht für Olympia qualifizierten, landeten auf Platz vier, noch vor dem Duo Toni Eggert/Florian Müller.
Bei den Frauen misslang die Olympia-Generalprobe von Dajana Eitberger/Magdalena Matschina, die im ersten Lauf stürzten. Vom Fahrfehler der Teamkolleginnen profitierte das junge Duo Elisa Stoch/Pauline Patz, das erstmals im Weltcup auf Platz zwei landete, hinter den dominierenden Österreicherinnen Selina Egle und Lara Kipp.
Felix Loch ist Weltcup-Bester
Im Einzel-Wettbewerb der Männer verbuchte Felix Loch seinen vierten Saisonsieg und übernahm auch die Führung im Gesamtweltcup. Der 36 Jahre alte Loch gewann in Oberhof mit jeweils zwei Start- und Lauf-Bestzeiten mit 0,089 Sekunden Vorsprung vor seinem österreichischen Kontrahenten und Kumpel Jonas Müller. Weltmeister Max Langenhan kam auf Rang drei und verteidigte den Platz auch in der Gesamtwertung.
„Ich bin sehr stabil im Moment und kann mich auch auf meinen Starts verlassen“, sagte Loch, der vor Olympia noch nach St. Moritz fährt und „noch mal einige schöne Trainingsläufe“ machen möchte.
Im Frauen-Einsitzer wiederholte Merle Fräbel ihren Sieg aus der Vorwoche. Die Europameisterin raste von Rang drei noch zum Sieg und verwies die Österreicherin Lisa Schulte auf Rang zwei vor der Olympiasiegerin von 2022, Julia Taubitz, die sich von Rang acht im ersten Lauf bis auf drei verbesserte. „Mit einem superguten Gefühl fahre ich nach Cortina. Mehr geht nicht, als mit einem Weltcupsieg. Aber ich bleibe locker“, sagte Fräbel.
