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Rodeln:Julia Taubitz mit WM-Silber

Mit zwei Titeln und insgesamt fünf Medaillen haben die deutschen Rodler bei den Weltmeisterschaften in Sotschi ihre Klasse zumindest teilweise unter Beweis gestellt. "Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass wir das so bravourös gelöst haben. Ich wusste, dass die Jungs nervenstark sind", sagte Bundestrainer Norbert Loch nach dem sechsten WM-Titel in Serie bei den Doppelsitzern. Das Duo Toni Eggert/Sascha Benecken schaffte dabei den dritten Sieg nacheinander, diesmal vor den Russen Alexander Denisew/Wladislaw Antonow sowie den Teamkollegen Tobias Wendl/Tobias Arlt, die sich wie zum WM-Auftakt im Sprint Bronze sicherten. Bei den Frauen verpasste Julia Taubitz trotz eines Bahnrekords ihr erstes WM-Gold knapp, gewann aber wie im Vorjahr in Winterberg die Silbermedaille. "Das war eine extreme Befreiung für mich. Ich hatte mir vorher gesagt, noch mal werde ich nicht Vierte", sagte die 23-Jährige, die nur der Doppel-Weltmeisterin Jekaterina Katnikowa den Vortritt lassen musste. Damit kommt die Einzel-Weltmeisterin erstmals seit 2009 nicht aus Deutschland. Erstmals seit 27 Jahren gab es sogar überhaupt kein Einzelgold: Johannes Ludwig wurde beim Sieg des Russen Roman Repilow Vierter, Titelverteidiger Felix Loch Neunter. Die deutsche Team-Staffel mit Taubitz, Ludwig und Eggert/Benecken holte sich dafür zum Abschluss Gold vor Lettland und den USA.

© SZ vom 17.02.2020 / DPA

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