Bruno Labbadia

Als der Kampf verloren war, stapfte Bruno Labbadia vom Schlachtfeld. Er ging zu den Schreibern und Postillonen, klappte das Visier hoch und diktierte. "Das war zum Kotzen für uns, es waren billige Tore gegen uns", zeterte der zornige Ritter nach dem 1:2 seines HSV gegen die Bayern. Zu seiner Verteidigung: Es waren wirklich keine Buden, von denen die Minnesänger noch nach vielen Monden verkünden werden. Das eine war ein Elfmeter, das andere ein abgefälschter Schuss von Müller, den Robert Lewandowski reinfußspitzelte. "So ein Duseltor zum 1:2 kotzt mich einfach an. Das waren Dreckstore, die wir heute kassiert haben". Was Sir Bruno in seinem heiligen Zorn vergaß: Auch das Tor seines HSV taugt nicht unbedingt dazu, um auf einem Wandteppich verewigt zu werden.

(schm)

Bild: Bongarts/Getty Images 25. Januar 2016, 11:302016-01-25 11:30:46 © SZ.de/schm/ska/jab