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Riesenslalom:Shiffrin stürzt am drittletzten Tor

Mikaela Shiffrin

(Foto: AP)

Die Amerikanerin verspielt im Riesenslalom den sicheren Sieg, Rebensburg holt im zweiten Lauf auf. Andy Murray gleicht im Davis-Cup-Finale aus. Die Bayern-Basketballer wollen in die Euroleague-Top-16, Bamberg ist schon dort.

Ski alpin, Riesenslalom: Viktoria Rebensburg hat nach einem erneut verpatzten ersten Lauf auch beim zweiten Weltcup-Riesenslalom der Saison das Podium klar verpasst, Lindsey Vonn einen Saisoneinstand zum Vergessen erlebt. Während Rebensburg immerhin noch von Platz 13 auf sieben vorfuhr, schied die lange verletzte Vonn beim Sieg der Schweizerin Lara Gut bereits in Lauf eins aus.

Rebensburg hatte nach einem unrhythmischen und zerfahrenen Lauf bereits zur Halbzeit 1,99 Sekunden Rückstand auf die führende Mikaela Shiffrin (USA), die im entscheidenden Durchgang mit großem Vorsprung bei den Zwischenzeiten auf dem Weg zum, sicheren Sieg drei Tore vor dem Ziel stürzte.

Somit siegte Gut, Dritte nach dem ersten Durchgang, mit 0,10 Sekunden vor der Österreicherin Eva-Maria Brem und Federica Brignone (Italien/+0,34), die den Auftakt in Sölden gewonnen hatte. Rebensburg lag letztlich 1,64 Sekunden hinter Gut, die ihren 13. Weltcup-Sieg feierte.

Vonn erwischte hingegen einen gebrauchten Tag. "Meine Bindung ist aufgegangen. Man braucht halt zwei Ski, um ins Ziel zu kommen", sagte die nach Weltcupsiegen erfolgreichste Läuferin der Geschichte nach ihrem denkbar misslungenen Saisoneinstand. Auf den Start in Sölden hatte die 31-Jährige wegen der Nachwirkungen ihrer Knöchelverletzung noch verzichtet.

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Lena Dürr (Germering) fuhr auf Platz 18 (+3,30) als zweite deutsche Läuferin in die Punkte und holte ihre ersten Weltcup-Zähler im Riesenslalom seit Januar 2013 (Platz 27 in Maribor). Simona Hösl (Berchtesgaden) als 33. (+3,84) und Maren Wiesler (Münstertal) als 44. (+4,72) verpassten den zweiten Durchgang. Am Samstag steht in Aspen ein Slalom (18.15/21.00 Uhr) an.

Tennis, Davis Cup: Nach Favoritensiegen von David Goffin und Andy Murray gehen Belgien und Großbritannien mit einem Gleichstand in den zweiten Tag des Davis-Cup-Finals in Gent. Olympiasieger Murray sorgte durch ein 6:3, 6:2, 7:5 gegen Ruben Bemelmans für den 1:1-Zwischenstand, nachdem Belgiens Nummer eins Goffin zuvor vor 13.000 Zuschauern mit einem 3:6, 1:6, 6:2, 6:1, 6:0 Kyle Edmund für die umjubelte Führung der Gastgeber gesorgt hatte. Am Samstag (15.00 Uhr) spielen auf dem Sandplatz in Gent die Murray-Brüder Andy und Jamie im Doppel gegen Kimmer Copperjans/Steve Darcis, ehe sich am Sonntag Murray und Goffin sowie Edmund und Bemelmans gegenüberstehen.

Basketball, Euroleague: Der deutsche Basketball-Meister Brose Baskets Bamberg hat in der Euroleague vorzeitig die Top-16-Runde erreicht. Am 7. Spieltag der Gruppe D gewannen die Bamberger mit 65:54 (32:29) beim türkischen Vertreter Darüssafaka Istanbul und sind nach dem fünften Sieg sowie der 68:82-Niederlage von Maccabi Tel Aviv am Donnerstagabend bei Unicaja Malaga nicht mehr von einem der ersten vier Gruppenplätze zu verdrängen. Vor 3852 Zuschauern in der Bosporus-Metropole war in einem Duell zweier defensivstarker Mannschaften Daniel Theis mit 13 Punkten bester Werfer, bei Istanbul kam Jamon Gordon ebenfalls auf 13 Zähler. Neben Bamberg kann auch Bayern München noch in die Zwischenrunde einziehen. Nach zuletzt drei Pleiten auf internationalem Parkett hatte sich der deutsche Vizemeister am Donnerstag bei BK Chimki in Russland mit 81:70 (42:30) durchgesetzt. Mit drei Erfolgen bei vier Niederlagen ist München nun Dritter der Gruppe A.

Fußball, Sexvideo-Affäre: Der französische Fußball-Nationalspieler Mathieu Valbuena hat seinen Mitspieler Karim Benzema in der Sexvideo-Affäre um einen Erpressungsversuch belastet. Der Star von Real Madrid habe ihn "indirekt" zur Zahlung an einen Jugendfreund Benzemas verleiten wollen, sagte Valbuena (31) im Interview mit der Zeitung Le Monde.

"Mit Verleiten meine ich: 'Es ist notwendig, dass du bezahlst'. Indirekt eben", führte der Mittelfeldspieler von Olympique Lyon aus. In seiner Art zu reden sei Benzema (27) "nicht aggressiv gewesen, er hat mich auch nicht konkret auf Geld angesprochen. Aber ich habe noch von niemandem gehört, der ein Video gratis vernichtet", sagte Valbuena.

Gegen Benzema wurde am 5. November wegen Beteiligung an der Erpressungsaffäre ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Valbuena war mit einem Sex-Video unter Druck gesetzt worden, das ihn in pikanten Situationen zeigen soll. Drei mutmaßliche Erpresser, die Valbuena laut Medienberichten um eine sechsstellige Summe erleichtern wollten, wurden inhaftiert. Valbuena hat der Justiz am 20. November seine Sicht der Dinge geschildert.

Fifa, Präsidenten-Wahl: Etappensieg für Gianni Infantino: Der Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union Uefa kann im Kampf um das Präsidentenamt des Weltverbands Fifa auf die Unterstützung des südamerikanischen Kontinentalverbandes Conmebol bauen. "Wir werden geschlossen für ihn stimmen, das ist entschieden. Wir haben mit ihm diskutiert und uns darauf verständigt", sagte Conmebol-Präsident Juan Angel Napout in Rio de Janeiro. Der Schweizer Infantino (45) hatte sich als letzter Kandidat zur Wahl beim Fifa-Kongress am 26. Februar in Zürich gestellt. Neben ihm ließ die Wahlkommission der FIFA bislang den Jordanier Prinz Ali bin Al Hussein (39), Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (49/Bahrain), den Franzosen Jérôme Champagne (57) sowie den Südafrikaner Tokyo Sexwale (62) für die Wahl zu.

Der derzeit ebenso wie Fifa-Boss Joseph S. Blatter suspendierte Uefa-Präsident Michel Platini, der eine lebenslange Sperre fürchten muss, wurde vorerst nicht zugelassen. Nur wenn dieser noch unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, würde Infantino seine Kandidatur zurückziehen. Mit den zehn Stimmen der Südamerikaner und - womöglich - 53 Stimmen aus Europa hätte Infantino schon etwas weniger als ein Drittel der insgesamt 209 Stimmen auf sich vereint. Wahlberechtigt sind alle 209 Mitgliedsverbände der Fifa mit je einer Stimme. Diese verteilen sich auf die sechs Konföderationen Afrika (54), Europa (53), Asien (46), Nord- und Mittelamerika (35), Ozeanien (11) und Südamerika (10).