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Riesenslalom in Adelboden:Neureuther verärgert, Dopfer verschlafen

Giant Slalom Men

Felix Neureuther ist richtig sauer über Platz fünf im Riesenslalom von Adelboden.

(Foto: dpa)
  • Zehntelsekunde am Podest vorbei: Fritz Dopfer legt beim Riesenslalom in Adelboden einen sehr guten zweiten Lauf hin und wird Vierter.
  • Felix Neureuther fällt im zweiten Durchgang noch vom zweiten Platz hinter seinen Teamkollegen zurück.
  • Marcel Hirscher aus Österreich gewinnt souverän und baut seine Führung im Gesamtweltcup aus - hier geht's zu den Ergebnissen und der Liveticker-Nachlese.

Neureuther eine Hundertstel hinter Dopfer

Fritz Dopfer und Felix Neureuther haben etwa drei Wochen vor der alpinen Ski-WM ihre gute Form bestätigt und waren dennoch sehr enttäuscht. Beim Riesenslalom in Adelboden kam Dopfer am Samstag auf Rang vier, Neureuther folgte mit 0,01 Sekunden Rückstand einen Platz dahinter. Dopfer verbesserte sich von Rang 13 aus dem ersten Durchgang, eine Zehntelsekunde fehlte ihm für das Podest. Zum siebten Mal im Weltcup wurde er Vierter.

Neureuther dagegen fiel von Platz zwei im Finale noch zurück. Der Slalom-Vizeweltmeister vergab damit die Chance auf die Wiederholung seines Erfolges im vergangenen Jahr, als ihm der erste deutsche Riesenslalomsieg nach fast 41 Jahren Pause gelungen war.

"Da habe ich das Podest weggeschmissen"

Doch diesmal war Neureuther sauer. Im Ziel angekommen, schmiss er erst verärgert die Stöcke in den weichen Schnee, danach watschte er sich öffentlich selbst ab. "Ich bin überhaupt nicht ins Fahren gekommen, das regt mich ziemlich auf", sagte er. Der grundsätzlich starke fünfte Rang auf dem Chuenisbärgli verdarb dem Deutschen gründlich die Laune. Als er sich wieder beruhigt hatte, betonte er: "Platz fünf ist sehr gut, aber ich ärgere mich schon."

Es wäre mehr drin gewesen für Neureuther, und auch Teamkollege Fritz Dopfer war nicht allzu glücklich über sein Resultat. Den ersten Lauf, kritisierte er, "habe ich verschlafen". Und im zweiten, bei seiner furiosen Aufholjagd, misslangen ihm zwei Tore im steilen Zielhang: "Da habe ich das Podest weggeschmissen", sagte Dopfer.

"Es ist ein vergebenes Podest", sagte auch DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier, beeilte sich aber, den ersten Ärger ein wenig einzudämmen. "Wir müssen ja schon mal schauen, dass wir auf dem Boden bleiben. Natürlich ist im ersten Moment Enttäuschung da, aber mit der kann man leben." Welche Nation habe schon zwei Läufer unter den ersten Fünf.

Hirscher baut Führung im Gesamtweltcup aus

Der Sieg in der Schweiz ging an den souveränen Marcel Hirscher aus Österreich, der auch seine Führung im Gesamtweltcup ausbaute. Zweiter wurde der Franzose Alexis Pinturault (1,13 Sekunden zurück) vor Henrik Kristoffersen (1,64) aus Norwegen. Olympiasieger Ted Ligety aus den USA wurde Siebter.

Die weiteren vier deutschen Starter waren im zweiten Lauf nicht dabei. Benedikt Staubitzer (44.) und Alexander Schmid (52.) verfehlten das Finale der besten 30, Linus Strasser und Dominik Schwaiger schieden im ersten Durchgang aus.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/mane

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