Richtungsstreit in München "Der Streit mit Ismaik ist immer der Gleiche"

Zudem muss sich der Beirat der Profifußball-KGaA, in der neben Mayrhofer und Karl-Christian Bay auch Ismaik und Basha sitzen, laut der Geschäftsordnung ohnehin erst einmal treffen, ehe ihn der Klub mit der 50+1-Regel übergehen könnte. Vor einigen Tagen berief Bay nach SZ-Informationen eine Beiratssitzung ein und lud selbstredend auch Ismaik ein - eine Antwort lässt auf sich warten. Was passiert, wenn der Investor die Einladung schlicht ignoriert, müssen die Vereinsvertreter erst noch herausfinden.

Sie suchen zwar schon seit Monaten nach potenziellen Käufern von Ismaiks Anteilen - und dies ist ihnen offenkundig ein noch weitaus dringlicheres Anliegen als eine sofortige Trennung von Poschner. Doch ist es dem Vernehmen nach allein äußerst schwierig, einen direkten Kontakt aufzubauen zwischen Interessenten und Investor. Weil Basha, sollte es zu Gesprächen kommen, offenbar auf das Recht der Erstverhandlung besteht. Und weil Basha, dem es in München gut gefällt, ein Motiv hat, den Verkauf der Anteile zu verhindern.

Doch der Verein hat ein noch weitaus stärkeres Motiv, ihn zu forcieren. "Der Streit mit Ismaik ist immer der Gleiche. Er wird sich in meinen Augen niemals ändern", sagte ein Verwaltungsratsmitglied der SZ angesichts der Tatsache, dass nun schon die Zusammenarbeit mit dem dritten Präsidium nicht funktioniert. "Mein Wunsch wäre, dass man sich einigt. Mein Gefühl sagt mir aber, dass das nicht geschehen wird. Irgendwann muss man halt sagen, dass man den weiteren Weg alleine gehen muss."

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Aus Kreisen des Verwaltungsrats war am Donnerstag zudem das Gleichnis zu vernehmen, Sportchef Poschner verhalte sich wie ein Busfahrer, der mit 150 Sachen losbrettert und direkt auf eine Mauer zuhält. Für den TSV 1860 und seine Insassen gilt das schon seit vier Jahren. Seit Ismaik am Tag der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags erklärte: "Löwen schlafen bekanntlich sehr lange. Aber wenn sie wach sind, dann sind sie unbesiegbar."