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Rennstrecken der Formel E:Städtetour mit 225 km/h

Weil sie nicht stinken und kaum Lärm machen, können die Elektro-Rennwagen der Formel E ihre Rennen in den Innenstädten fahren. Auf manchen Austragungsort dürfte sogar die Formel 1 neidisch sein. Die Rennstrecken im Überblick.

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Formula E -  FIA Formula E Hong Kong ePrix , Hong Kong

Quelle: REUTERS

Autorennen mitten durch die Stadt - davon kann die Formel 1 nur träumen. Die Formel E dagegen, die Rennserie für Elektroautos, darf direkt hinein in die Metropolen: Fast alle Rennen werden auf Straßenkursen mitten in der Stadt ausgetragen. Motorsport geht auch umweltfreundlich, leise, ohne Abgase - das ist die Botschaft, mit der die Formel E sich als Alternative zur Formel 1 zu etablieren versucht. 160 Städte sollen sich schon um ein Rennen beworben haben, von den zehn Austragungsorten der aktuellen Saison sind fünf zum ersten Mal dabei.

Zwei bis drei Kilometer sind die engen Rundkurse lang, mehrere Dutzend Mal müssen sie durchfahren werden, inklusive Autowechsel: Noch bieten die Akkus nicht genügend Reichweite für die komplette Distanz.

Zum Start in die neue Saison gab es gleich eine Premiere: Zum ersten Mal war Hongkong Gastgeber für ein Formel-E-Rennen.

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Hongkong

Formula e Grand Prix of Hong Kong

Quelle: Formula E via Getty Images

Es ging mitten hinein ins Herz der Stadt: Der Rundkurs führte direkt am Victoria Harbour entlang. Der natürliche Hafen zwischen Hongkong Island und der Halbinsel Kowloon ist eine der Hauptattraktionen der Sieben-Millionen-Einwohner Metropole am südchinesischen Meer. Die Hafenpromenade ist Pflichtprogramm für Hongkong-Besucher, zum chinesischen Neujahrsfest wird dort ein spektakuläres Feuerwerk abgebrannt. Neueste Sehenswürdigkeit ist das 60 Meter hohe Riesenrad.

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Marrakesch

MOROCCO-DJEMAA AL-FNA SQUARE

Quelle: AFP

Auch beim zweiten Formel-E-Rennen befahren die Piloten Neuland: Am 12. November startet die Formel E in Marrakesch. Gefahren wird auf einem knapp drei Kilometer langen Rundkurs mit zwölf Kurven, auf dem auch Rennen der Tourenwagenmeisterschaft WTCC ausgetragen wurden. Gelegen ist er in einem Hotelviertel der marokkanischen Stadt, die Strecke führt unter anderem an den Agdal-Gärten entlang, der ältesten erhaltenen Parkanlage in Marrakesch, die gemeinsam mit der Altstadt und dem Menara-Garten auf der Welterbe-Liste der UNESCO steht.

Im Bild: Der Djemaa al Fna Square ist der zentrale Marktplatz von Marrakesch.

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Buenos Aires

Argentina Needs to Slow Inflation, Central Bank Chief Says

Quelle: Bloomberg

Für die ersten Rennen des Jahres 2017 zieht die Formel E nach Lateinamerika. Zunächst geht es am 18. Februar nach Buenos Aires - die einzige Station der jungen Rennserie, die schon zum dritten Mal auf dem Programm steht. Die Strecke im früheren Hafenviertel Puerto Madero ist nur 2,4 Kilometer lang und führt an einem Naturreservat entlang. Ganz in der Nähe erinnert ein Denkmal an den Formel-1-Piloten Juan Manuel Fangio.

Im Bild: Blick auf die Avenida 9 de Julio, eine der Hauptverkehrsadern in der Innenstadt von Buenos Aires.

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Mexiko-Stadt

Smog-Hit Mexico's $8 Billion Clean-Up Bid Heralds Bond Sale Rush

Quelle: Brett Gundlock/Bloomberg

Das Rennen, das am 1. April 2017 in der mexikanischen Hauptstadt ausgetragen wird, ist der einzige ePrix auf einer klassischen Rennstrecke: Die Formel E nutzt eine verkürzte Variante des Formel-1-Kurses im Autodromo Hermanos Rodriguez. Nach langer Pause war der Formel-1-Zirkus 2015 auf die traditionsreiche Strecke zurückgekehrt, im November 2016 zog die Formel E nach. Die dünne Luft im fast 2300 Meter hoch gelegenen Mexiko-Stadt macht den Elektro-Rennern im Unterschied zu den Verbrennungsmotoren der Formel-1-Boliden nichts aus. Sie profitieren allenfalls vom geringeren Luftwiderstand.

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Monaco

Luxury boats are seen in Monte Carlo port during the 26th Monaco Yacht show

Quelle: REUTERS

Dort, wo die Formel 1 auf die echte Straße darf, ist auch die Formel E unterwegs. Das fünfte Rennen der Saison 2016/17 wird am 13. Mai 2017 im Glamour-Fürstentum am Mittelmeer ausgetragen. Gefahren wird auf dem Straßenkurs, den auch die Formel 1 seit 1929 nutzt, allerdings mit verkürzter Strecke: Statt bergauf Richtung Casino geht es direkt zum Hafen. Gerade einmal 1,76 Kilometer misst eine Runde, 47 davon müssen die Fahrer bewältigen.

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Paris

Formula E Paris ePrix; Paris Formel E

Quelle: picture alliance / dpa

Von Monaco geht es weiter nach Paris - mitten hinein in die französische Hauptstadt. 45 Mal müssen die Fahrer am 20. Mai 2017 den stattlichen Kuppelbau des Invalidendoms mit dem Grab Napoleons umrunden, auf zwei langen Geraden erreichen sie dabei bis zu 200 km/h. 15.000 Zuschauer finden entlang der Strecke Platz.

Im Bild: Bereits im April 2016 war die Formel E in Paris zu Gast.

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Berlin

FIA Formel E Championship 2016; Berlin Formel E

Quelle: picture alliance / dpa

Das erste Formel-E-Rennen in der deutschen Hauptstadt fand 2015 noch auf dem alten Flughafengelände Tempelhof statt. 2016 gingen die Elektrorenner dann auf der Karl-Marx-Allee ganz in der Nähe des Alexanderplatzes an den Start. Auch am 10. Juni 2017 wird wieder auf dem einstigen DDR-Prachtboulevard gefahren, den das sozialistische Regime Anfang der 50er Jahre in Berlin-Mitte anlegen ließ.

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Brüssel

A general view of the Atomium monument is seen as a tightrope walker performs between two spheres in Brussels

Quelle: Yves Herman/Reuters

Drei Wochen später, am 1. Juli 2017, geht es in Brüssel weiter. In der belgischen Hauptstadt wird zum ersten Mal ein Formel-E-Rennen ausgerichtet. Der Kurs liegt ganz in der Nähe des Atomiums, des 1958 zur Weltausstellung aufgestellten Brüsseler Wahrzeichens, das die Form eines milliardenfach vergrößerten Eisenkristalls hat.

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New York

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Quelle: AP

Ein Autorennen in Downtown New York mit Blick auf die Skyline von Manhattan - auch das ist eine Premiere. Gleich zwei Rennen finden in der US-Metropole statt, gefahren wird am 15. und 16. Juli 2017 auf einem Straßenkurs in Brooklyn, die Südspitze von Manhattan und die Freiheitsstatue im Blick. "Ein Rennen in New York ist ein historischer Moment - nicht nur für die Formel E, sondern für den gesamten Motorsport", sagte Formel-E-Chef Alejandro Agag bei der Präsentation der Strecke.

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Montreal

Taxis block the streets in the downtown core for their protest against Uber in Montreal

Quelle: REUTERS

Schauplatz des Formel-E-Finales ist am 29. und 30. Juli 2017 Montreal. Auch die franko-kanadische Millionenstadt ist zum ersten Mal Austragungsort eines Formel-E-Rennens. Start- und Zielgerade ist der Boulevard René Lévesque, eine der wichtigsten Straßen der am Sankt-Lorenz-Strom gelegenen Innenstadt. Am Flussufer gegenüber, auf der Île Notre-Dame, fahren einmal im Jahr die Formel-1-Piloten um die Wette: Auf dem Circuit Gilles-Villeneuve wird der Große Preis von Kanada ausgetragen.

© sz.de/edi

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