Relegation zur Fußball-WM – Analyse-Wüste

Die eifrigen Datenbeauftragten von Bundestrainer Löw haben sicher schon ein Aktendossier über Land, Leute und Fußball in Bahrain erstellt - wie, prophylaktisch, über alle potenziellen WM-Gegner. Man dürfte beim DFB also wissen, dass das Königreich im Persischen Golf aus 33 Inseln besteht, in deren Sanddünen die artenarme Tierwelt hauptsächlich aus Eidechsen, Wüstenspringmäusen und Mangusten besteht. Aktuelle Nationalfußballer in Bahrain heißen zum Beispiel Mohamed Ahmed Salmeen, Mahmoud Abdulrahman, Mohamed Hubail, Husain Mohamed oder Husain Ahmed. Als Deutschland bei der WM 2002 auf Saudi-Arabien traf (Bild-Schlagzeile: "Haudi-Saudi, Rudi!"), nannte Trainer Völler bei der Gegneranalyse nur die Rückennummern - der Einfachheit halber. Dürfte nun Bahrain erstmals zur WM, dann wäre Trainer Milan Macala der Held - ein tschechischer Humorist. Die Stärken von Playoffgegner Neuseeland? "Die kenne ich nicht", sagte Macala.

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14. November 2009, 14:092009-11-14 14:09:00 ©