Reiterspiele in Tryon:Die letzte Stange fällt

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Abwurf direkt vor dem Ziel: Ingrid Klimke verpasst bei der WM in den USA denkbar knapp Gold in der Vielseitigkeit. Am Ende wird es noch Rang drei.

Ein einziger Sprung trennte Ingrid Klimke noch von der Goldmedaille in der Vielseitigkeit - doch die allerletzte Stange fiel. Die Europameisterin aus Münster hat bei den Weltreiterspielen in Tryon/North Carolina den WM-Titel knapp verpasst, nach dem Abwurf im Springen auf ihrem Wallach Hale Bob musste sich die 50-Jährige mit Bronze zufrieden geben. Gold ging an die Britin Rosalind Canter auf Allstar vor dem Iren Padraig McCarthy auf Mr. Chunky. Klimke war als Führende ins abschließende Springen gegangen, mit einem starken Geländeritt hatte sie die glänzende Ausgangslage geschaffen. Auch in der Dressur hatte sie zuvor überzeugt.

Der mit Medaillenambitionen gestarteten Equipe von Bundestrainer Hans Melzer, die ohne den dreimaligen Olympiasieger Michael Jung angetreten war, gelang mit Rang fünf in der Nationenwertung immerhin ein versöhnlicher Abschluss. Damit sind die Buschreiter als zweite deutsche Equipe nach der Dressur für Olympia 2020 in Tokio qualifiziert.

Dennoch waren die "eigenen Erwartungen höher", sagte Andreas Dibowski, der nach fehlerfreiem Springen auf Corrida Platz 28 belegte (43,5). Enttäuschend verlief der Wettbewerb auch für Julia Krajewski. Die deutsche Meisterin kam nur auf Rang 39. Für Unmut hatte die Verlegung des Springens wegen des Tropensturms Florence von Sonntag auf Montag gesorgt. Zwar regnete es, doch die erwarteten schweren Regenmassen blieben aus. "Wir alle waren schon sehr sauer, weil wir durch diesen Nieselregen nicht unbedingt die Notwendigkeit sahen, einen ganzen Tag zu canceln", sagte Dibowski.

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