Wahre Glaubenskämpfe sind zuletzt unter den Pferdeleuten entbrannt. Es geht um die sogenannte „Blutregel“ in der Disziplin Springreiten, die vor wenigen Tagen von der Vollversammlung der Internationalen Reiterlichen Vereinigung FEI in Hongkong zum Teil außer Kraft gesetzt beziehungsweise modifiziert wurde. Das ist auf den ersten Blick ein Sieg für die Lobbyarbeit des Internationalen Springreiterclubs IJRC. Und eine Niederlage für alle, die jede Blutspur an der Seite des Pferdes, wo der Sporen einwirkt, oder am Maul als ein hinreichendes Kriterium sehen, das Pferd aus dem Wettbewerb zu nehmen.
Umstrittene Regeländerung im Reitsport„Blut hat im Pferdesport nichts zu suchen“
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Der Reitweltverband lockert die „Blutregel“ im Springen: Künftig können auch verwundete Pferde im Wettbewerb bleiben. Der Aufschrei ist groß – und warum sind überhaupt Sporen erlaubt, die verletzen können?
Von Gabriele Pochhammer
