Franz Reindl hat es im zweiten Anlauf geschafft und ist neuer Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF. Der 71-Jährige, 2021 bei der Wahl gescheitert, erhielt am Freitag beim Kongress auf Teneriffa die meisten Stimmen. Reindl setzte sich gegen ursprünglich acht andere Kandidaten durch, er ist der zweite deutsche IIHF-Präsident nach Günther Sabetzki (1975 bis 1994).
„Franz Reindl hat das deutsche Eishockey über Jahrzehnte geprägt – als Spieler, vor allem aber auch in seinen verschiedenen wichtigen Funktionen für unseren Verband. Dass die internationale Eishockeyfamilie ihm nun die Führung der IIHF anvertraut, ist eine große Anerkennung seiner Arbeit“, sagte Frank Lutz, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB): „Wir freuen uns mit ihm und auf die Zusammenarbeit, gerade mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2027 im eigenen Land.“
Es waren zwei Wahlgänge nötig. Im ersten führte der ehemalige tschechoslowakische und tschechische Nationaltorwart Petr Briza mit 48 Stimmen noch vor Reindl (36), in der Stichwahl ging es eng zu. Reindl gewann mit 60:57. Von den neun Kandidaten hatten sich sechs noch vor der Wahl zurückgezogen.
Reindl, von 2014 bis 2022 DEB-Präsident, folgt auf den Franzosen Luc Tardif, 73, der vor fünf Jahren nach einem Sieg im entscheidenden Wahlgang gegen den früheren deutschen Nationalspieler (67:39) das Amt übernommen hatte. Tardif trat in diesem Jahr nicht mehr an.
EishockeyReindl neuer Weltverbands-Präsident

Franz Reindl setzte sich am Freitag in der Stichwahl mit 60:57 Stimmen gegen Petr Briza durch.
Tobias Hase/dpaFranz Reindl ist neuer Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF. Damit ist zum zweiten Mal ein Deutscher in dieser Position.
