Start der Fußball-RegionalligaDie Bayern-Abwehr? Schwer überwindbar!

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Benno Schmitz kehrt auf eigenen Wunsch von Grasshoppers Zürich an die Säbener Straße zurück. Der Verteidiger spielte 132 Bundesliga-Partien und verdeutlicht die Ambitionen der Münchner.
Benno Schmitz kehrt auf eigenen Wunsch von Grasshoppers Zürich an die Säbener Straße zurück. Der Verteidiger spielte 132 Bundesliga-Partien und verdeutlicht die Ambitionen der Münchner.
Harry Langer/DeFodi Images/Imago
  • Die Regionalliga Bayern startet in ihre möglicherweise letzte Saison, da Gespräche über eine Reduzierung der Aufstiegswege zur 3. Liga laufen.
  • Zu den Favoriten zählen die Würzburger Kickers, Wacker Burghausen und besonders der FC Bayern II, der seinen Kader mit erfahrenen Spielern wie Benno Schmitz verstärkt hat.
  • Der FC Bayern II hat mit Josef Eibl einen neuen Co-Trainer verpflichtet, was aufgrund seiner Verwandtschaft mit dem sportlichen Leiter Markus Weinzierl als "Vilzinger Filz" kritisiert wurde.
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Zum Start der Regionalliga Bayern zählen die Würzburger Kickers, Wacker Burghausen und die zweite Mannschaft des FC Bayern zu den Favoriten. Vor allem die Münchner lassen mit ihren Neuverpflichtungen aufhorchen.

Von Christoph Leischwitz

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Wenn die Regionalliga Bayern am Donnerstag mit der Partie SpVgg Ansbach gegen SpVgg Bayreuth in ihre dreizehnte Saison startet, werden alle Beteiligten noch lange nicht wissen, ob es nicht auch die letzte Spielzeit dieser Liga sein wird. Die fünf Gleise hin zur dritten Liga sollen reduziert werden, und wenn das geschieht, dann wird die rein bayerische Liga sicher mit anderen verschmelzen. Gespräche hierzu laufen zurzeit, der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat bei seiner Sommertagung ein Stimmungsbild der Klubs eingeholt (und dies übrigens auch schon unter den Bayernligisten getan). „Entscheidend wird sein, dass wir nach diesem internen Prozess zu einer Meinung kommen – das ist die Aufgabe der kommenden Wochen“, sagt BFV-Präsident Christoph Kern.

Und rein sportlich gefragt: Wer könnte die letzte bayerische Mannschaft sein, die sich im kommenden Mai den zwei verhassten Aufstiegsspielen, diesmal gegen den Meister der Regionalliga Nordost, stellen muss? Zu den Favoriten darf man die Würzburger Kickers zählen, auch wenn die Unterfranken das nicht mehr ganz so laut kundtun wie früher, oder auch Wacker Burghausen mit Trainer Lars Bender und einem verstärkten Kader. Allein ihr neuer Torjäger Tom Sanne lässt aufhorchen: Er kommt vom Hamburger SV, hat dort sogar schon ein Tor in der zweiten Liga erzielt und war vor zwei Jahren mit 24 Treffern Torschützenkönig der Regionalliga Nord.

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Vor allem aber hat der bislang zweimalige Meister FC Bayern München II auf sich aufmerksam gemacht. Die Mannschaft von Holger Seitz startet am Freitag auswärts beim FC Augsburg II. „Die ganze Zusammenstellung steht nicht im Zeichen des Aufstiegs“, sagt Campus-Nachwuchsdirektor Jochen Sauer über den Kader, „aber Bayern hat immer die Ambitionen, alle Spiele zu gewinnen und auch Erster zu werden. Wir werden Trainer und Mannschaft nicht bremsen, wenn sie zu gut sind.“ In den vergangenen Jahren war die Mannschaft, zumindest aus Sicht der treuen „Amateure“-Fans, stiefmütterlich behandelt worden. Jetzt sagt Sauer über die dritte Liga zumindest schon einmal: „Sie schadet ja nicht. Für mehrere Spieler wäre sie für ihren nächsten Entwicklungsschritt sicher wertvoll.“

„Vilzinger Filz“: Josef Eibl wird Co-Trainer bei den Bayern, er ist der Schwager von Nachwuchsleiter Weinzierl

Die Mannschaft hat jetzt wieder mehr Routiniers zur Verfügung, zuletzt holten sie noch den 30-jährigen Rechtsverteidiger Benno Schmitz an seine Ausbildungsstätte zurück, auf dessen Wunsch hin. Schmitz hat unter anderem 132 Bundesliga-Partien gespielt. Noch deutlicher aber deckt die Verpflichtung des Innenverteidigers David Heindl (vom österreichischen Zweitligisten SV Kapfenberg) die Ambitionen auf. Denn ein 21-Jähriger passt eigentlich nicht ins Campus-Beuteschema, er ist schon weitgehend ausgebildet. Die Begründung: „Wir wollten natürlich jemanden haben, der sofort hilft und ein Stück weit überqualifiziert ist“ sagt Sauer. Aber auch hier gehe es nicht so sehr um die A-Frage, „das wäre dann ja eher der Stürmer, der 30 Tore schießt“, sondern darum, jüngere Abwehrspieler anzuleiten. Die Abwehr jedenfalls erscheint erst einmal schwer überwindbar.

Und dann waberte da monatelang noch ein Personalthema herum, das mancher Beobachter als „Vilzinger Filz“ bezeichnete: die Verpflichtung von Josef Eibl zum Co-Trainer von Seitz. Eibl kam von der DJK Vilzing und ist mit dem neuen sportlichen Leiter, Markus Weinzierl, verschwägert. Den Vorwurf der Klüngelei haben sie, so ist vom Campus zu hören, durchaus kommen sehen, die Personalie war auch auf höchster Ebene diskutiert worden. Sauer begründet den Schritt mit Eibls Qualitäten und mit dem Weggang des Vorgängers: „Es war bereits seit Monaten klar, dass Sebastian Dreier die Chance für den nächsten Karriereschritt zum Cheftrainer der U16 bekommt.“ Der Vorschlag, Eibl zu holen, sei dann von Trainer Seitz gekommen, der Eibl lange kennt. „Dass dann die Meinung des Cheftrainers auch eine größere Rolle spielt, ist doch klar“, findet Sauer. Eibl jedenfalls kennt die Regionalliga sehr gut. Und darf insofern auch als Verstärkung für höhere Ziele angesehen werden.

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