FußballRegionalliga-Reform vorerst gescheitert

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Keine Einigung: Die Regionalliga-Reform liegt weiter auf Eis.
Keine Einigung: Die Regionalliga-Reform liegt weiter auf Eis.
Hendrik Schmidt/dpa

Bei der Abstimmung am Montag findet sich keine Mehrheit für eines der vorgeschlagenen Modelle. Manche Klubs folgen gar einem Boykottaufruf.

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Die Reform der Fußball-Regionalligen ist vorerst gescheitert. Wie der Bayerische Landesverband (BFV) am Montagabend mitteilte, gab es bei der Abstimmung keine Mehrheit für eines der vorgeschlagenen Modelle. Im Westen (60,9 Prozent), Norden (61,5) und Nordosten (76,3) favorisierten die Verantwortlichen der Klubs das Kompassmodell, das vier Staffeln aufgrund der Entfernungen vorsieht.

Im Südwesten stimmten 93,1 Prozent für das Regionenmodell, nach dem zwei Staffeln aus den Regionalligen Nord, Nordost und Bayern gebildet würden. Die Regionalligen West und Südwest würden in ihrer jetzigen Form bestehen bleiben. In Bayern sprachen sich 52,4 Prozent für die Ausarbeitung neuer Modelle aus.

Damit wurde nicht die notwendige Zustimmung aller fünf Regionen für ein Modell erreicht, um die Reform zur Saison 2028/29 umzusetzen. Damit sei, so der BFV, „der Prozess der beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingesetzten Arbeitsgruppe beendet“. Nun müsse zeitnah über den weiteren Fortgang mit dem DFB gesprochen werden.

„Wenn diese Grundlagen kurz vor der Abstimmung verändert werden, wird aus Reformpolitik ein Machtspiel – und genau das machen wir nicht mit“, teilt Hansa Rostock mit

Der Norddeutsche Fußball-Verband bilanzierte mit Versammlungsleiter und Vizepräsident Uwe Döring nach der Abstimmung: „Auch wenn es keine bundesweite Lösung gegeben hat, werden wir uns in den kommenden Wochen erneut dafür starkmachen, dass ein gerechtes Modell gefunden wird, welches Aufstiegsspiele zur 3. Liga überflüssig macht.“

Kurz vor der Abstimmung am Montag hatte es Aufregung um eine Änderung im von vielen Klubs favorisierten Kompassmodell gegeben. Statt der ursprünglich vorgesehen 20er-Staffeln waren nur noch 18 Teams pro Liga vorgesehen. Das „Bündnis der Fanszenen Deutschland“ rief die Klubs zum Boykott, Hansa Rostock schloss sich dem an. „Wenn diese Grundlagen kurz vor der Abstimmung verändert werden, wird aus Reformpolitik ein Machtspiel – und genau das machen wir nicht mit“, teilte Hansa Rostock mit.

Weil nicht alle Meister der fünf Regionalligen in die 3. Liga aufsteigen können, gibt es seit Jahren die Forderung nach einer Reform. Die Kompassvariante mit 20 Klubs pro Staffel hatte viele Fürsprecher gewonnen – bis in der zur Abstimmung vorgelegten Variante überraschend nur noch von 18 Vereinen die Rede war.

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