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Referendum in Hamburg:Olympia in Deutschland - diese Idee ist zu begraben

Die Umstände für die gescheiterte Olympia-Bewerbung waren schwierig. Die donnernde Absage aus Hamburg wird lange nachhallen.

Kommentar von René Hofmann

Hamburg hat Nein gesagt, laut und deutlich. Bei einer bemerkenswert hohen Wahlbeteiligung von etwa 50 Prozent sprachen sich 51,6 Prozent am Sonntag gegen eine Bewerbung der Stadt um die Olympischen Sommerspiele 2024 aus. Dass die Idee in Kiel, wo die Segelwettbewerbe hätten stattfinden sollen, große Zustimmung fand, ändert an der Gesamtschau wenig.

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Eine maßgebliche Mehrheit lehnt es ab, Gastgeber für das größte Sportfest der Welt zu spielen. Angesichts der Herausforderungen, die sich angesichts der vielen Flüchtlinge stellen, die hier Schutz suchen, angesichts der Unsicherheit, die nach den Anschlägen in Paris herrscht, und angesichts des Rufs, den der Sport sich mit vielen Affären verdient hat, mag das nicht überraschend sein. Die Umstände für die Bewerbung waren schwierig. An der Erkenntnis aber ändert das nichts.

Nach dem Nein für Winterspiele in München hat sich der organisierte Sport nun schon die zweite donnernde Absage bei der Bevölkerung eingehandelt. Diese wird lange nachhallen. Olympia in Deutschland - auf Sicht ist diese Idee zu begraben. All den Sportarten, denen sich nur alle vier Jahre eine große Bühne bietet, muss das einen Schrecken einjagen. Und auch IOC-Präsident Thomas Bach kann das Votum nicht gefallen. Es zeigt, dass sein Programm zur Reformierung des Internationalen Olympischen Komitees nicht überzeugt.

© SZ vom 30.11.2015/mane
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