Wenn bei der Tour de France der Begriff Doppelspitze fällt, dann provoziert das schnell Geraune. Zu viele Beispiele in der jüngeren Geschichte der Rundfahrt ließen sich im Nachhinein mehr als Warnhinweise denn als Empfehlung lesen: Richie Porte und Tejay van Garderen (Team BMC) gerieten einander 2016 in die Haare. Nairo Quintana und Alejandro Valverde versuchten es sogar drei Jahre lang, von 2015 bis 2017, für das Team Movistar recht erfolglos zusammen, weil sie sich weniger ergänzten, als sie interne Kämpfe auszufechten hatten. 2005 plagte Jan Ullrich und Alexander Winokurow im Team T-Mobile ein ähnliches Dilemma. Und so blickten nicht wenige Beobachter mit Argwohn auf jene Strategie, mit der sich die deutsche Equipe Red-Bull-Bora-Hansgrohe auf die diesjährige Tour-Mission begab.
MeinungTour-Equipe Red BullZwei Chefs sind besser als keiner
Kommentar von Korbinian Eisenberger
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Einer kommt durch: Remco Evenepoel beim Einzelzeitfahren, auf jener Etappe, auf der sein Teamkollege Florian Lipowitz stürzt.
Gonzalo Fuentes/ReutersDie Strategie des Rennstalls Red Bull, bei der Tour mit der Doppelspitze Lipowitz und Evenepoel anzutreten, war gewagt, aber sie hat sich bewährt – vor allem in der heikelsten Phase.
