Rechtsstreit Armstrong kauft sich aus 100-Millionen-Dollar-Klage frei

Prozess vermieden: Ex-Radprofi Lance Armstrong zahlt fünf Millionen Dollar an die US-Regierung.

(Foto: dpa)

Ein Rechtsstreit mit der US-Regierung hätte den ehemaligen Radprofi weit mehr kosten können. Jetzt hat er sich mit der Anklage geeinigt.

Ex-Radprofi Lance Armstrong hat gegen eine Zahlung von fünf Millionen Dollar einen Rechtsstreit mit der US-Regierung beigelegt, der ihn auch 100 Millionen (etwa 80,7 Millionen Euro) hätte kosten können. Das berichten übereinstimmend mehrere US-Medien wie die New York Times und die Washington Post.

Der 46-Jährige hatte seine sportlichen Erfolge - darunter mehrere Siege bei der Tour de France - mit einem von der US-Post gesponsorten Team errungen. Die klagte zusammen mit seinem früheren Mannschaftsmitglied Floyd Landis auf Entschädigung, nachdem er sich des Dopings schuldig bekannte und seine Siege aberkannt bekommen hatte. Landis stehen nun bis zu 25 Prozent der am Donnerstag erzielten Einigung zu.

Armstrong: "Frieden mit dem Postal Service gemacht"

Der Prozess sollte am 7. Mai in Washington beginnen. In einer Erklärung an die Nachrichtenagentur Associated Press sagt Armstrong, er sei froh, nun "einen Frieden mit dem Postal Service gemacht zu haben". Er habe die Klage für wertlos und unfair gehalten, sich aber seit 2013 entschieden, "volle Verantwortung für meine Fehler und unangemessenes Verhalten zu übernehmen, und Wiedergutmachung wo immer möglich zu leisten".

Armstrongs Absturz von einer Radsportikone zu einem geständigen Dopingsünder hat ihn bereits mehr als 20 Millionen Dollar zur Beilegung von Schadensersatzforderungen gekostet. Die Klage der Regierung war allerdings mit dem höchsten Preisschild versehen. Sein Vermögen wird immer noch auf viele Millionen Dollar geschätzt.

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