Real Madrid Barcelona wirkt dagegen fast demütig

Als er kürzlich gefragt wurde, ob man sich eher einen Zukauf von Mbappé oder sogar von Neymar vorstellen könne, antwortete der Klubpatron: "Am liebsten beide." Doch diesen Aderlass dürfte wiederum Thomas Tuchels Paris Saint-Germain kaum goutieren, wo die Scheichmillionen aus Katar endlich auch sportlichen Ertrag bringen sollen. In der Champions League, gegen Rivalen wie Real Madrid, wohlgemerkt.

Bei all diesem Gewese um die Umbauten bei den Königlichen wirkt es fast demütig, was aus Barcelona zu hören ist. Dort scheint sich soeben der lange im Raum stehende Transfer von Atletico-Stürmer Antoine Griezmann, 28, zu zerschlagen. "Ich kenne diese Gerüchte seit Jahren, es ist immer dasselbe, ich bin es leid," sagte der Franzose nach dem Länderspiel Frankreichs am Montag in Moldawien (4:0).

De Jong kommt nach Barcelona - was ist mit Jovic?

Nachdem sich ein Wechsel nach Katalonien im vergangenen Jahr nicht realisieren ließ, hatte er seinen Vertrag bei Atletico bis 2023 verlängert. Weil gleichzeitig offenbar seine Ausstiegsklausel von 200 auf 120 Millionen Euro herunter geschraubt wurde, halten sich aber Gerüchte um einen Abschied aus Madrid. So oder so: Griezmann wäre deutlich günstiger zu haben als die Herren Mbappé oder Neymar, deren Ablösesummen längst auf dem Mond angesiedelt sind. Bei Barça herrscht aktuell ohnehin etwas weniger Bedarf, schließlich funktioniert die Offensive um Luis Suarez, Lionel Messi und in diesem Jahr auch Ousmane Dembélé vortrefflich. Die Meisterschaft ist den Katalanen erneut kaum noch zu nehmen und in der Champions League wirkt die Hürde ManUnited im Viertelfinale nicht allzu hoch.

So konnte man es sich leisten, Kevin-Prince Boateng lediglich als Ersatz für vorne drin zu holen - bislang kommt der Deutsch-Ghanaer aber erst auf einen einzigen Einsatz. Und mit Frenkie de Jong, 21, hat Barcelona bereits eine der größten Attraktionen dieser Zeit für die kommende Saison verpflichtet. Der ist zwar kein Stürmer, aber dafür einer für die Struktur und die Wucht im Mittelfeld. Sollte Barcelona doch noch Lust auf etwas offensive Auffrischung haben, kämen laut Mundo Deportivo eher Marcus Rashford, 21, von ManUnited oder Frankfurts Luka Jovic, 21, in Frage.

Bei Jovic stehen trotz eines Kostenpunkts von etwa 60 Millionen Euro (die sein Heimatverein Benfica Lissabon verlangt) laut dem Blatt "aber schon einige Vereine Schlange". Zum Beispiel der FC Bayern, der nicht bloß mit einem einzigen Stürmer (Robert Lewandowski) in den kommende Saison gehen will.

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