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Meisterschaft in Spanien:Es sind weiterhin dieselben bei Real

Als Macher des zurückgekehrten Erfolgs gilt aber weithin Zidane. Seit März 2019 besetzt er wieder die Trainerbank von Real. Die Meisterschaft nun holte der 48-Jährige mit vielen Akteuren, auf die er schon in seiner ersten Amtszeit von 2016 bis 2018 setzen konnte und mit denen er dreimal die Champions League gewann. Casemiro, Benzema, Kroos, Modric, Varane, Carvajal - es sind dieselben alten Recken wie eh und je. "Wir glauben an ihn, an alles, was er sagt", lobte Ramos den Mister.

Der Fokus liegt auf der Champions-League

Dabei wirkt der hochdekorierte Franzose oft ernst, verkopft, für manche unnahbar. Gareth Bale zum Beispiel kommt seit Jahren überhaupt nicht mit Zidane klar und treibt nun seine Mätzchen auf der Bank. Doch in der Nacht im kleinen Alfredo-Di-Stéfano-Stadion, der Ausweichheimstätte von Real in Corona-Zeiten, war der Coach nach seinem zweiten Meister-Titel als Trainer ungewohnt gelöst, herzte jeden Spieler innig und wurde von den Geherzten in die Luft geschmissen. Zidane kann also auch nach außen menscheln, er hat immer noch ein hohes Standing, das wurde deutlich.

"Das Gefühl ist gewaltig, denn was die Spieler geleistet haben, ist beeindruckend. Ich habe keine Worte für die Emotionen, die ich habe", meinte er selbst - es waren für seine Verhältnisse Worte des Überschwangs. "Es ist ein beeindruckendes Team von Menschen, und wenn ich sie so glücklich sehe, bin ich sehr glücklich."

Ein Ziel bleibt nun noch für den Rest der Saison: die Endrunde der Champions League in Portugal. Doch um dorthin zu gelangen, muss Real erst noch eine gewaltige Aufgabe meistern. Am 7. August braucht es gegen ManCity um Trainer Pep Guardiola eine maximale Anstrengung, um das 1:2 aus dem Achtelfinal-Hinspiel noch umzubiegen. Aber wer, wenn nicht die Untoten von Real könnte diese Großtat noch vollbringen?

© SZ.de/sonn
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