Reaktionen zur WM-Auslosung:"Wir werden schwitzen müssen"

Cesare Prandelli

Mäßig begeistert von der WM-Auslosung: Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli

(Foto: dpa)

Kevin-Prince Boateng freut sich auf das Duell mit seinem Bruder, Italiens Nationaltrainer Cesare Prandelli wird beim Gedanken an die Gruppengegner mulmig, Oliver Bierhoff glaubt an die Stärke im deutschen Team und Didier Deschamps fürchtet sich vor der Schweiz.

Die Stimmen zur WM-Auslosung

Joachim Löw (Bundestrainer): "Ich akzeptiere es so, wie es ist. Wir wissen jetzt, gegen wen wir spielen und wo wir spielen. Jetzt können wir den nächsten Schritt machen, für die WM zu arbeiten. Wir müssen uns in der Vorbereitung an die Schwüle und die hohen Temperaturen gewöhnen. Wir treffen ja nicht nur Jürgen Klinsmann wieder, auch Ghana hatten wir bei der WM 2010 in der Gruppe und 2012 im ersten EM-Gruppenspiel Portugal. Wir treffen also auf alte Bekannte. Die USA in der Gruppe zu haben, ist aber schon etwas ganz Besonderes."

Oliver Bierhoff (DFB-Teammanager): "Wir müssen nicht unzufrieden sein. Alle Gegner sind machbar. Es ist klar, dass wir der Favorit sind. Nun werden wir in den nächsten Tagen entscheiden, wo wir unser WM-Quartier aufschlagen."

Cesare Prandelli (Nationaltrainer Italien): Wir sind wahrscheinlich in der schwierigsten Gruppe, wir werden schwitzen müssen. Ich hoffe, dass ich schon 40 Tage vor der WM mit der Vorbereitung beginnen kann. Ich bitte um die Zusammenarbeit der Klubs. Wir müssen uns bestens vorbereiten. Ich bin überzeugt, dass wir mit einem guten Training eine großartige WM bestreiten können.

Jürgen Klinsmann (Nationaltrainer USA): "Schwieriger und größer hätte es nicht kommen können. Für uns ist das eine Wahnsinnsgruppe. Der Fußball schreibt ja verrückte Geschichten, jetzt ist es wieder eine verrückte Geschichte, mit Deutschland in einer Gruppe zu sein. Wir trauen uns zu, in die nächste Runde zu kommen."

Kevin-Prince Boateng (Ghanaischer Nationalspieler von Schalke 04): "Bruder, es ist wieder so weit. So schön ist das Leben. Mein Wunschlos. Man sieht, dass Wünsche noch in Erfüllung gehen können. Ich freue mich auf das Duell und das nächste Spiel gegen meinen Bruder bei einer Weltmeisterschaft. Auch das Spiel gegen meinen Mannschaftskameraden Jermaine Jones ist einfach toll."

James Kwesi Appiah (Nationaltrainer Ghana): "Deutschland und Portugal sind natürlich die Favoriten. Wir werden aber alles tun, um ihnen das Leben so schwer wie möglich zu machen. Wir schauen von Spiel zu Spiel und sehen durchaus eine Chance, eine Runde weiterzukommen."

Luis Figo (portugiesischer Ex-Nationalspieler): "Wir wussten, dass wir einen der Favoriten erwischen konnten. Jetzt ist es also Deutschland. Es ist wichtig, gut gegen Deutschland zu starten. Wir haben gegen starke Mannschaften immer gut ausgesehen. Deutschland gehört zu den Favoriten, jeder kennt die Qualitäten dieser Mannschaft."

Ottmar Hitzfeld (Nationaltrainer Schweiz): "Jede Gruppenphase hat Stolpersteine, da muss man aufpassen. Auch Ecuador und Honduras können Fußball spielen, Frankreich ist eine Topmannschaft. Aber wir gehören zu den Favoriten und müssten das Achtelfinale erreichen."

Roy Hodgson (Nationaltrainer England): "Es ist eine schwere Gruppe. Wir haben in Uruguay und Italien praktisch zwei topgesetzte Mannschaften als Gegner. Wenn wir gut vorbereitet sind, haben wir eine Chance."

Didier Deschamps (Nationaltrainer Frankreich): "Die Schweiz wird der schwerste Gegner werden. Ecuador und Honduras kennen wir weniger."

Luiz Felipe Scolari (Nationaltrainer Brasilien): "Es ist immer besser, gegen ein europäisches Team zu starten, weil es sich an das Wetter und andere Faktoren erst gewöhnen muss. Wir leben hier, arbeiten hier, keiner kennt das Land so gut wie wir. Es gibt keine leichten Gruppen."

Volker Finke (Nationaltrainer Kamerun): "Gegen Kroatien und Mexiko müssen wir die Punkte für das Weiterkommen holen. Das sind unsere beiden schwersten Gegner, denn gegen Brasilien erwartet von uns keiner einen Sieg. Dennoch wird das emotional sicher ein schönes Erlebnis."

Vicente del Bosque (Nationaltrainer Spanien): "Ich hatte heute Morgen schon eine Vorahnung, dass wir Holland kriegen. Sie haben sich seit dem WM-Finale 2010 etwas verändert, aber sie haben immer noch Robben, van Persie, van der Vaart und Sneijder. Es ist gut, dass wir zuerst gegen Holland spielen, da starten wir auf dem höchsten Level und müssen von Anfang konzentriert sein. Aber es hängt alles nicht von unseren Gegnern ab, sondern davon, wir wir mental in dieses Turnier gehen."

Olivier Giroud (Stürmer Frankreich): "Ich bin zufrieden. Wir sind um eine Todesgruppe herumgekommen. Ich hoffe, dass in den Play-offs bei uns etwas gewachsen ist."

© SZ.de/sid/dpa/ska
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