Champions League:Leipzig unterliegt deutlich im Neun-Tore-Spektakel

Mandatory Credit: Photo by Matt West/Shutterstock (12445193o) Nordi Mukiele of RB Leipzig scores an own goal 2-0 Manche

Der Leipziger Nordi Mukiele (li.) köpfelt den Ball ins Tor - allerdings ins eigene. Torhüter Peter Gulacsi sieht das Unheil kommen.

(Foto: Matt West/Shutterstock/imago)

Der Bundesligist verliert 3:6 bei Vorjahresfinalist Manchester City. Für Trainer Jesse Marsch verschärft sich die Krise früh in der Saison.

Trotz eines Galaabends von Christopher Nkunku hat RB Leipzig eine bittere Lehrstunde in der Champions League erlebt. Vier Tage nach der Pleite gegen den FC Bayern verloren die Sachsen am Mittwochabend bei Pep Guardiolas Manchester City mit 3:6 (1:3). Der 23-jährige Nkunku erzielte alle drei Tore (42./51./73. Minute) für das Team des neuen Trainers Jesse Marsch - der englische Meister konnte aber immer wieder nachlegen und war teils deutlich überlegen.

Nathan Aké (16.), Leipzigs Nordi Mukiele (28./Eigentor), Riyad Mahrez (45.+2/Handelfmeter), 113-Millionen-Mann Jack Grealish (56.), João Cancelo (75.) und Gabriel Jesus (85.) trafen für die Citizens. In der Schlussphase schwächte Leipzig sich zudem selbst: Angeliño wurde mit Gelb-Rot vom Platz gestellt (79.).

Der deutsche Vizemeister war von Beginn an stark gefordert. Marsch rief immer wieder Anweisungen auf den Platz, seine Leipziger hatten Mühe, offensiv in die Partie zu finden. Manchester spielte mit viel Tempo und direkten Pässen in die Spitze - brauchte aber eine Standardsituation zur Führung. Bei einem Eckball des teuren Zugangs Grealish setzte sich Aké zentral vor dem Tor gegen Mukiele und Willi Orban durch, der Kopfball war für Peter Gulacsi aus kurzer Distanz nicht mehr zu halten.

Guardiola forderte in seinem 300. Spiel als City-Coach aber sofort wieder Konzentration von seinen Skyblues. Marsch hatte kurz vor der Partie noch gewarnt: Man City sei einer der "besten Gegner der ganzen Welt". Im Vergleich zum Bayern-Spiel müsse sein Team deutlich kompakter stehen. Das wurde gegen die Topspieler um den nach längerer Verletzungspause zurückgekehrten Kevin De Bruyne zunehmend schwerer.

In Leipzigs Defensive geht alles schief

Im Umschaltspiel verpassten die Leipziger zu oft den entscheidenden Moment für den Pass in die City-Hälfte - und in der Abwehr ging dann alles schief. Mukiele unterlief sein Eigentor nach einer gefährlichen Flanke von De Bruyne bei einem völlig missglückten Rettungsversuch per Kopf. Innerhalb einer halben Stunde hatten die Hoffnungen der wenigen mitgereisten RB-Fans auf eine Überraschung in England einen ziemlichen Dämpfer erhalten.

Die Moral stimmte aber im Marsch-Team, der US-Amerikaner hatte nicht umsonst viel Mut von seinen Spielern verlangt. Nach einem kraftvollen Lauf von Angeliño klärte Aké dessen Hereingabe vor André Silva (38.). Kurz vor der Pause belohnte Nkunku das Nachsetzen der Leipziger am City-Strafraum nach Flanke von Emil Forsberg und Kopfballvorlage von Mukiele. Die Freude hielt aber nur ein paar Minuten. Ein Handspiel von Lukas Klostermann im Kopfballduell im Strafraum führte zum Elfmeter, den Mahrez sicher verwandelte.

So stand Leipzig in der zweiten Halbzeit vor einer schweren Aufgabe, bekam dann jedoch unerwartete Hilfe von der Guardiola-Elf. Dani Olmo durfte unbedrängt in den Strafraum der Cityzens dribbeln und seine Flanke auf Nkunku setzen, der seine Teamkollegen wieder jubeln ließ. Dann zeigte aber Grealish seine Klasse: Der 26-Jährige setzte zum Solo in den Leipziger Strafraum an und schlenzte stark ins RB-Tor.

Marsch reagierte und wechselte dreifach, bei City kam Nationalspieler Ilkay Gündogan in die Partie (60.). Die Gastgeber nahmen im Anschluss immer mal wieder das Tempo aus ihrer Offensive. Wieder Nkunku sorgte knapp 20 Minuten vor dem Ende erneut für Spannung - aber wieder nur kurzzeitig weil João Cancelo mit einem Fernschuss den Anschlusstreffer knallhart konterte. Gabriel Jesus ließ die City-Fans sogar noch einmal jubeln.

© SZ/dpa/tbr
Zur SZ-Startseite
Besiktas v Borussia Dortmund: Group C - UEFA Champions League

BVB in der Champions League
:Bloß Okay-Fußball

Zum Auftakt in die Champions League agiert Borussia Dortmund lange souverän gegen Besiktas. Doch im Pfeifkonzert von Istanbul bleiben zwei Mankos: die Chancenverwertung. Und: die Abwehr.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB