BundesligaLeipzig macht großen Schritt Richtung Champions League

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Nach dem 3:1 durch Conrad Harder (Mitte) freuen sich 1:0-Torschütze Yan Diomande (li.) und David Raum mit dem Dänen.
Nach dem 3:1 durch Conrad Harder (Mitte) freuen sich 1:0-Torschütze Yan Diomande (li.) und David Raum mit dem Dänen. Christof Koepsel/Getty Images

RB gewinnt erstmals in der Bundesliga-Geschichte in Frankfurt, distanziert Leverkusen und verteidigt seinen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den Tabellenfünften Hoffenheim.

Jungstar Yan Diomande grinste frech, breitete die Arme aus und fiel Antonio Nusa um den Hals. Dann führten die Matchwinner von RB Leipzig den Jubellauf ihres Teams in die Fankurve an. Die Stimmung im Lager der Sachsen hätte nach dem erfolgreichen Kraftakt für die Königsklasse bei Eintracht Frankfurt kaum besser sein können. Trainer Ole Werner brüllte die Freude heraus.

„Ich kann auch anders“, sagte der sonst so besonnene RB-Coach nach dem 3:1 (1:1) mit einem Grinsen bei Sky, schließlich hatten die Leipziger einen Riesenschritt Richtung Champions League gemacht: „Ich kann nur den Hut vor meiner Mannschaft ziehen. Welche Energie sie auf den Platz gebracht haben, war sensationell. Wir sind dabei.“

Wieder einmal war es Diomande (27.), der mit einer Soloaktion für eines der Highlights gesorgt hatte. „Ich denke, es sieht für andere Leute einfach aus, aber für mich ist es immer schwierig“, sagte der umworbene Ivorer. Werner lobte: „Er ist extrem spektakulär, extrem klar, eigentlich kaum zu halten. Das kann noch weit gehen.“

Nusa (70.) mit einem strammen Schuss und Conrad Harder (80.) machten den ersten Sieg der Leipziger Bundesliga-Geschichte in Frankfurt perfekt. Hugo Larsson (34.) hatte für die Eintracht, die nun um Platz sieben bangen muss, zwischenzeitlich ausgeglichen. Die Sachsen schoben sich vorerst am VfB Stuttgart vorbei auf Platz drei und verschafften sich ein Polster von fünf Punkten auf Rang fünf. Platz drei könnte Leipzig, das vier Spiele in Folge gewonnen hat, am Sonntag allerdings wieder an Stuttgart verlieren.

Werner hatte trotz der guten Ausgangslage einen vollen Fokus vor dem „dicken Brett“ in Frankfurt gefordert. „Ich glaube nicht, dass die Mannschaften da oben viel liegen lassen“, sagte er. Der RB-Trainer musste auf die Abwehrstützen Castello Lukeba (Adduktorenprobleme) und Willi Orban (Oberschenkelprobleme) verzichten, setzte etwa mit Nusa, Assan Ouédraogo und Diomande aber auf viel Offensivpower.

SGE-Coach Riera hatte angekündigt, seine Mannschaft wolle trotz des 0:6 aus dem Hinspiel nicht von ihrer Spielidee mit viel eigenem Ballbesitz abrücken. Und tatsächlich bemühten sich die Gastgeber wie unter dem Spanier üblich um Spielkontrolle. Die erste Großchance ergab sich aus einem tiefen Ball, Jonathan Burkardt (6.) scheiterte am stark reagierenden Maarten Vandevoordt im Tor. Nicolas Seiwald hatte ihn dabei entscheidend gestört.

Leipzig setzte die Frankfurter früh unter Druck und gewann zu Beginn einige Bälle, bei den ersten Versuchen fehlte aber die Präzision. Ansonsten tat sich RB vor den Augen seines Global Head of Soccer, Jürgen Klopp, aber zunächst schwer im Spielaufbau. Es brauchte eine Einzelaktion von Diomande, der im Mittelfeld den Ball bekam und die Frankfurter Abwehr umkurvte, ehe er überlegt in die lange Ecke schlenzte.

Doch Frankfurt schlug zurück. Arnaud Kalimuendo bediente Ayoube Amaimouni mit einem Chipball, dessen ungeplanter Aufsetzer landete auf Larssons Kopf. Die Partie blieb offen und unterhaltsam, immer wieder blitzte die hohe spielerische Klasse von RB auf. Etwa direkt nach der Pause, als Diomande Christoph Baumgartner in Szene setzte. Der Österreicher schoss aber zentral auf Michael Zetterer.

Mit zunehmender Spieldauer erhöhten die Gäste den Druck auf Zetterers Tor, etwa mit Möglichkeiten des eingewechselten Brajan Gruda. Doch der SGE-Keeper und seine Mannschaft hielten wacker dagegen und kamen durch Amaimouni (66.) zu einer weiteren Chance. Kurze Zeit später überwand Nusa Zetterer mit einem satten Distanzschuss. Harder erhöhte Augenblicke nach seiner Einwechslung aus der Drehung.

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