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Rassistische Anfeindungen:50.000 Euro Geldstrafe für Schalke

Hertha BSC - FSV Mainz 05

Hertha-Profi Jordan Torunarigha.

(Foto: dpa)

Gelsenkirchener Fans hatten Hertha-Profi Jordan Torunarigha im DFB-Pokalspiel rassistisch beleidigt. Tennisprofi Robert Farah wird nach seinem positiven Dopingtest von eigenem Fehlverhalten freigesprochen und darf wieder spielen.

Fußball: Der FC Schalke 04 ist wegen des Rassismus-Vorfalls beim Pokalspiel gegen Hertha BSC mit einer Geldstrafe von 50 000 Euro belegt worden. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ahndete mit dem Urteil vom Dienstag die rassistischen Beleidigungen von Hertha-Profi Jordan Torunarigha durch Schalker Fans, die während der Partie am 4. Februar Affenlaute gerufen hatten. Der DFB-Kontrollausschuss drohte den Gelsenkirchenern im Wiederholungsfall mit weitergehenden Sanktionen.

Der Fußball-Bundesligist hatte sich öffentlich für den Vorfall entschuldigt und eine lückenlose Aufklärung angekündigt. Auch die Polizei nahm Ermittlungen auf. Der 22 Jahre alte Torunarigha selbst stellte eine Strafanzeige gegen unbekannt. Schalke kann bis zu 16 000 Euro der verhängten Geldbuße für konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung verwenden, was dem DFB bis zum 30. September 2020 nachzuweisen wäre. Der Verein hat dem Urteil zugestimmt. Es ist damit rechtskräftig.

Tennis, Doping: Der kolumbianische Tennisprofi Robert Farah ist trotz einer positiven Dopingprobe ab sofort wieder spielberechtigt. Wie der Tennis-Weltverband ITF am Montag mitteilte, sei bei der Untersuchung der Version des derzeit weltbesten Doppelspielers gefolgt worden, wie eine verbotene Substanz in seinen Körper gelangte. Dem 33-Jährigen sei daher kein eigener Fehler vorzuwerfen, erklärte der Verband, ohne Details zu nennen.

Farah war am 21. Januar suspendiert worden und verpasste damit die Australian Open. Der letztjährige Wimbledon- und US-Open-Sieger hatte am 17. Oktober 2019 eine positive Trainingsprobe abgegeben, in der die verbotene anabole Substanz Boldenon gefunden worden war.

2. Bundesliga, Kiel: Holstein Kiel hat seinen Aufschwung in der 2. Fußball-Bundesliga fortgesetzt und die Abstiegssorgen des FC St. Pauli noch einmal vergrößert. In dem mit Spannung erwarteten Nordderby behielten die Kieler am Montagabend dank der Treffer von Salih Özcan (30. Minute) und Janni Serra (69.) mit 2:1 (1:0) die Oberhand und verbesserten sich in der Tabelle auf den sechsten Rang. Vor 14 129 Zuschauern im Holstein-Stadion war der Treffer von Henk Veerman (50.) am Ende zu wenig für den Kiezklub. Die Hamburger warten nun schon fast ein Jahr auf einen Auswärtssieg und liegen nur noch einen Punkt vor dem Relegationsrang.

Veerman verschoss in einer turbulenten Nachspielzeit noch einen Handelfmeter (90.+4). Danach hatte St. Pauli noch eine weitere Großchance, doch die Kieler konnten einen indirekten Freistoß aus knapp fünf Metern noch entschärfen. "Das war eine spektakuläre Endphase mit dem nicht wirklich guten Ende für uns", haderte St. Paulis Sportchef Andreas Bornemann. "Einen Punkt hätten wir verdient gehabt." Pechvogel Veerman war untröstlich über seinen Fehlschuss: "Das kann passieren, ist aber mein Fehler."

Basketball, NBA: Die Dallas Mavericks haben ohne den weiter verletzten Topstar Luka Doncic einen Rückschlag im Kampf um die Play-off-Plätze der NBA kassiert. Das Team um Basketball-Nationalspieler Maxi Kleber unterlag den Utah Jazz in eigener Halle 119:123. Dallas bleibt im Westen Siebter, hat aber ein noch komfortables Polster auf den neunten Platz, der nicht mehr zum Einzug in die K.o.-Runde berechtigt. Kleber kam auf fünf Punkte und zwei Rebounds. Bester Werfer der Mavericks war Tim Hardaway Jr., der 33 Punkte erzielte und die Karriere-Marke von 6000 Zählern durchbrach. Bis zu seinem berühmten Vater Tim Hardaway ist es allerdings noch ein weiter Weg: Der fünfmalige All-Star sammelte von 1989 bis 2003 insgesamt 15.373 Punkte. Die Milwaukee Bucks gewannen derweil auch ohne Giannis Antetokounmpo gegen die Sacramento Kings mit 123:111. Der wertvollste Spieler (MVP) der abgelaufenen Spielzeit war am Montag erstmals Vater geworden. Die Geburt von Liam Charles Antetokounmpo hatte "The Greek Freak" in den Sozialen Medien verkündet.

Asien, Badminton: Die Badminton-Mannschaften aus China und Hongkong dürfen nicht an den Asienmeisterschaften in Manila teilnehmen. Der Ausschluss sei kurzfristig wegen der Einreisebestimmungen der Philippinen bezüglich des Coronavirus erfolgt, teilte der Kontinentalverband Badminton Asia am Dienstag mit. Den Bestimmungen zufolge müssen Reisende aus China, wo das Coronavirus ausbrach, Hongkong und Macau zunächst 14 Tage in Quarantäne, hieß es. Damit ist eine Teilnahme der Spieler beim am Dienstag beginnenden Kontinentalturnier ausgeschlossen. Die Chinesen waren sowohl bei den Männern als auch Frauen die Favoriten auf den Turniersieg. Die Asienmeisterschaften gelten zudem als Qualifikation für die im Mai in Dänemark stattfindenden Weltmeisterschaften.

© SZ.de/dpa/sid/ebc/chge
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