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Radsport:Positiver Dopingtest in Degenkolb-Team

André Cardoso: Betrug mit Epo

(Foto: AFP)

Kurz vor dem Start der Tour der France wird ein Epo-Doper erwischt. Dirk Nowitzki erfährt eine große Ehre. Russland streitet Doping-Vorwürfe um Fußballer ab.

Radsport, Doping: Der US-Radrennstall Trek-Segafredo um den deutschen Klassiker-Spezialisten John Degenkolb (Gera) wird kurz vor dem Start der 104. Tour de France am Samstag in Düsseldorf von einem positiven Dopingtest erschüttert. Beim portugiesischen Radprofi André Cardoso (32) wurde am 18. Juni das Blutdopingmittel Epo nachgewiesen. Er wurde umgehend suspendiert, wie der Rennstall am Dienstag vermeldete. Cardoso gehörte ursprünglich zum neunköpfigen Tour-Aufgebot des Teams um den zweimaligen Tour-de-France-Sieger Alberto Contador (Spanien) und Degenkolb. Für ihn wird nun der 40 Jahre alte Baske Haimar Zubeldia seine 16. Tour bestreiten. "Wir haben für unsere Fahrer und Begleiter die höchsten ethischen Standards und werden nach Erhalt weiterer Details handeln", heißt es in der Mitteilung des Teams.

Basketball, NBA: Russell Westbrook von den Oklahoma City Thunder ist zum wertvollsten Spieler (MVP) der vergangenen Saison gewählt worden. Der 28-Jährige setzte sich in der Wahl gegen James Harden (Houston Rockets) und Kawhi Leonard (San Antonio Spurs) durch. "Jeder in Oklahoma City hat mir geholfen, um jeden Abend mein Bestes zu geben", sagte Westbrook: "Ich kann nicht jeden erwähnen, aber ich bedanke mich bei jedem, der mir geholfen hat, dies möglich zu machen." Ebenfalls ausgezeichnet wurde Dirk Nowitzki, der deutsche Rekordmann erhielt die Trophäe des besten Mitspielers.

Die individuellen Auszeichnungen wurden erstmals im Rahmen der NBA-Awards in New York vergeben. Nowitzki war dabei nicht nur Preisträger, sondern auch als Laudator im Einsatz. Er überreichte dem Griechen Giannis Antetokounmpo (Milwaukee Bucks) die Trophäe für den Spieler mit der größten Leistungssteigerung (MIP).Westbrook hatte in der vergangenen Saison den 55 Jahre alten Triple-Double-Rekord von Basketball-Legende Oscar Robertson geknackt. Das frühe Aus in der ersten Play-off-Runde konnte aber auch er nicht verhindern.

Russland, Doping: Die russischen WM-Organisatoren haben sich vehement gegen den Doping-Verdacht gegen ihre Fußball-Nationalmannschaft gewehrt. "Es ist sehr bizarr, dass dies jetzt aufkommt. Es ist klar, dass es eine absolut erfundene Nachricht ist", sagte WM-Organisationschef Alexej Sorokin bei der Halbzeit-Pressekonferenz des Confed Cup am Montag in St. Petersburg. Die britische Zeitung Mail on Sunday hatte berichtet, dass der Weltverband Fifa gegen den gesamten WM-Kader von 2014 ermittelt. Demnach soll in Erfahrung gebracht werden, ob auch das Fußball-Team von dem institutionellen Dopingsystem in Russland betroffen war. Die Fifa bestätigte, dass sie in enger Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) die im McLaren-Bericht genannten Vorwürfe gegen Fußballspieler untersuche, nannte aber keine Namen.

"Die Spieler sind vor und nach den Spielen kontrolliert worden, alle Ergebnisse waren negativ", sagte Sorokin, Chefplaner der WM 2018 in Russland: "Die meisten Spieler sind im Europapokal regelmäßig getestet worden. Es hat in den letzten Jahren keinen einzigen Dopingfall im russischen Fußball gegeben. Ich sehe nicht, worüber wir diskutieren müssten."Russlands stellvertretender Minnisterpräsident Witali Mutko hatte schon am Sonntag die Vorwürfe zurückgewiesen. "Es gab noch nie Probleme mit Doping in unserem Fußball, und es wird sie nie geben", sagte der Fußball-Verbandschef der russischen Nachrichtenagentur TASS.

Darts, Berühmtheit: Legende Phil Taylor wird nach seinem geplanten Karriere-Ende bei der WM in London noch einmal in Deutschland gastieren. Das erklärte der 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in London. "Ich spiele danach noch ein Turnier in Deutschland im Januar. Bevor ich endgültig aufhöre, werde ich in Düsseldorf spielen", sagte "The Power" Taylor auf die Frage, ob er nach der WM noch einmal antrete. Bereits in diesem Jahr trug der TV-Sender Pro7 dort eine Promi-Darts-WM aus. Dort möchte Taylor erneut dabei sein.

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Vor der richtigen WM wird er nicht mehr in Deutschland starten.Der 16-malige Weltmeister kündigte seinen Rücktritt für das Ende der derzeit laufenden Saison an. Danach will Taylor einen Roadtrip durch Australien machen. Seiner letzten Saison blickt er entspannt entgegen. "Egal, was passiert, ich werde ein großes Lächeln in meinem Gesicht haben. Ich kann es genießen", erklärte der Engländer. Obwohl er Rekord-Weltmeister ist, gilt Taylor in seiner letzten Spielzeit mehr als gefährlicher Außenseiter denn als echter Mitfavorit.

Fußball, FC Bayern: Tom Starke hilft nach seiner beendeten Profikarriere noch einmal als Torhüter beim FC Bayern aus. "Unsere drei Torhüter der Profis mit Neuer, Ulreich und Früchtl sind ja alle angeschlagen. Der Verein hat darum gefragt, ob ich noch mal zur Verfügung stehen würde. Das war für mich selbstverständlich", sagte Starke dem Kicker. "Der Club hat mir so viel gegeben, da gebe ich gerne wieder was zurück."

Manuel Neuer (Fußbruch), Sven Ulreich (Bänderverletzung im Ellenbogen) und Christian Früchtl (Syndesmosebandriss) müssen nach ihren Verletzungen erst wieder fit werden. Ob der 36 Jahre alte Starke die Asien-Reise der Bayern von 16. bis 28. Juli in China und Singapur mitmache, "hängt davon ab, welche Fortschritte die drei anderen machen", sagte Starke. Der 36-Jährige hatte nach der vergangenen Saison seine Laufbahn beendet und wird künftig im neuen Nachwuchsleistungszentrum der Münchner arbeiten. Starke hatte im Saisonfinale wegen der Verletzungen der Kollegen im Tor der Profis gestanden.

© Süddeutsche.de/dpa/sid/chge, ska
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