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Radsport:Froome wechselt das Rennteam

FILE PHOTO: UAE Tour

Fährt nicht mehr für Ineos: Tour-Sieger Christopher Froome.

(Foto: REUTERS)

Der viermalige Toursieger schließt sich einer Mannschaft aus Israel an. Die Handball-Bundesliga passt ihre Regeln an. Im Eishockey wird der Saisonstart verschoben.

Meldungen im Überblick

Radsport, Christopher Froome: Der viermalige Tour-de-France-Sieger Chris Froome fährt ab der kommenden Saison für das Radsport-Team Israel Start-up Nation. Am 1. August solle ein langfristiger Vertrag unterzeichnet werden, teilte der Rennstall am Donnerstag mit. Froomes bisherige Mannschaft Ineos hatte zuvor mitgeteilt, dass der 35-Jährige das Team zum Saisonende mit Ablauf seines Vertrages verlassen werde. Froome hat 2013, 2015, 2016 und 2017 die Tour de France gewonnen, jeweils mit dem Ineos-Vorgänger Sky. Zuletzt bekam der Brite aber immer stärkere Konkurrenz aus dem eigenen Team. Das israelische Team hatte zu Saisonbeginn die Lizenz der früheren russischen Mannschaft Katusha übernommen. Dem Team gehören auch die deutschen Fahrer André Greipel, Nils Politt und Rick Zabel an. Der Rennstall wird vom milliardenschweren Investor Sylvan Adams unterstützt. Dieser sprach von einem "historischen Moment".

Handball, Coronavirus: Die Klubs der 1. und 2. Bundesliga haben sich für eine Austragung des DHB-Pokals 2020/21 ausgesprochen - allerdings in einer deutlich abgespeckten Version. Wegen der anhaltenden Coronakrise soll lediglich das Finalturnier am 5./6. Juni 2021 in Hamburg stattfinden. Für einen endgültigen Beschluss muss der Deutsche Handballbund (DHB) noch zustimmen. Erstmals werden somit zwei Pokalsieger in einer Spielzeit gekürt. Das Final-Four um den DHB-Pokal 2020 war wegen der Coronakrise auf Ende Februar 2021 verlegt worden. Rekordmeister THW Kiel und der TBV Lemgo sowie die TSV Hannover-Burgdorf und die MT Melsungen kämpfen dann in Hamburg um den Titel. Eine Regelung für die Qualifikation der vier Teams für das Finalturnier 2020/21 existiert noch nicht. "Wir legen diese Kriterien bis Saisonbeginn fest. Wir können ausschließen, dass es dafür weitere Spieltermine geben wird", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann nach der zweitägigen Mitgliederversammlung in Köln dem sid. Denkbar ist ein Szenario, in dem sich die vier besten Teams nach der Bundesliga-Hinrunde ihr Halbfinalticket sichern.

Ebenfalls beschlossen die 39 Erst- und Zweitligisten am Mittwoch eine Regeländerung für die kommende Saison. In dieser wird bei Punktgleichheit von zwei oder mehr Teams nicht wie bisher das Torverhältnis, sondern der direkte Vergleich ausschlaggebend sein. Diese Entscheidung wurde insbesondere auf Wunsch des anwesenden Bundestrainers Alfred Gislason getroffen. Die Bundesliga-Trainer sollen ihren Nationalspielern so mehr Pausen verschaffen können, sollte eine Partie vorzeitig entschieden sein. Aufgrund der langen Corona-Zwangspause ist der ohnehin enge Terminkalender in der kommenden Saison noch gefüllter. Unter anderem steht im Winter die WM in Ägypten an, zudem finden weitere verlegte internationale Wettbewerbe und Qualifikationen zwischen den Ligaterminen statt. Die Bundesliga-Saison soll planmäßig am 1. Oktober beginnen - im Idealfall mit Zuschauern.

Eishockey, Einigung: Trotz der neuen Auflagen zum Gehaltsverzicht haben alle 14 Klubs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die Lizenz für die kommende Saison erhalten. Das teilte die DEL am Donnerstag mit, ohne explizit darauf einzugehen, ob Unterschriften aller Profis vorliegen. "Alle Spieler, die zum Zeitpunkt der Lizenzprüfung im Kader der Klubs aufgeführt waren, haben die entsprechenden Vereinbarungen unterzeichnet", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Deutschen Presse-Agentur lediglich. Die DEL hatte die Cubs für die Lizenzvergabe zur Reduzierung der Spielergehälter aufgefordert. Die Zusatzvereinbarung sieht vor, dass 25 Prozent des vereinbarten Gehalts von einer garantierten zu einer variablen, an den Gesamtumsatz des Klubs gekoppelten Zahlung werden. Hinter den Kulissen hatte dies bei Spielern für Empörung gesorgt, die Gespräche erwiesen sich als schwierig. Nach dpa-Informationen hat ein Club eine individuelle Vereinbarung mit den Spielern getroffen.

Der Auftakt der neuen Spielzeit wurde zudem wie erwartet um mindestens sechs Wochen nach hinten geschoben und soll nicht vor Anfang November stattfinden. Ursprünglich war der Beginn der neuen Spielzeit für den 18. September geplant, ein genauer Termin steht jetzt noch nicht fest. Derzeit sieht der Plan alle 52 Hauptrundenspiele vor. Die Playoff-Runden ab dem Viertelfinale sollen vom Modus "Best of Seven" auf "Best of Five" verkürzt werden. Die Klubs können nun weiter planen. Hauptrundensieger Red Bull München kündigte am Donnerstag seinen Trainingsstart auf dem Eis für den 1. August an.

FC Bayern, Claudio Pizarro: Nach dem Ende seiner langen Profi-Karriere erhofft sich Claudio Pizarro ein berufliche Zukunft beim FC Bayern München, wo er von 2001 bis 2007 sowie nochmals von 2012 bis 2015 große sportliche Erfolge feierte. Offenbar liegt dem Peruaner ein Angebot des Rekord-Meisters vor. "Ich habe immer gesagt, dass ich das Angebot interessant finde, beim FC Bayern etwas zu machen", sagte Peruaner bei einer Pressekonferenz. Aber er habe das nicht im Laufe der Saison besprechen wollen. Bereits im vorigen Jahr hatte Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl Heinz Rummenigge erklärt, dass er sich Pizarro in der Funktion als Markenbotschafter vorstellen könnte.

"Jetzt ist die Zeit, darüber nachzudenken. Ich werde dabei auch prüfen, was das Beste für meine Familie ist", meinte Pizarro. Auf jeden Fall hofft er noch auf ein Abschiedsspiel: "Das wird auf jeden Fall im Weserstadion stattfinden", sagte der 41-Jährige, der in 490 Bundesliga-Spielen für Werder und den FC Bayern 197 Tore schoss und sechs Meister-Titel sowie sechs Pokalsiege erkämpfte. Genau terminiert sei das Match aber wegen der Corona-Pandemie noch nicht.

© SZ.de/dpa/sid/jbe
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