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Radsport:Dritter Astana-Fahrer unter Dopingverdacht

Tour de France 2014 21th stage

Ein fröhliches Team Astana, als noch keiner der Fahrer unter Dopingverdacht stand.

(Foto: dpa)

Nach zwei überführten Dopingsündern steht ein dritter Fahrer des kasachischen Astana-Teams unter Verdacht. Arsenal-Coach Arsène Wenger weist die Schuld an Mesut Özils Verletzung von sich. Nigerias Fußballverband trennt sich von Nationaltrainer Keshi.

Radsport, Doping: Nach den überführten Iglinskiy-Brüdern steht mit Ilja Dawidenok ein dritter Profi des kasachischen Astana-Teams unter Dopingverdacht. Eine bei der Tour de l'Avenir Ende August genommene Probe des Kasachen habe einen überhöhten Wert für anabole Steroide ergeben, teilte der Radsport-Weltverband UCI am Donnerstag mit. Der Fahrer ist vorläufig suspendiert und hat nun noch das Recht, die Analyse der B-Probe zu verlangen. Da bereits zuvor Maxim und Valentin Iglinskiy positiv getestet worden waren, erklärte die UCI, dass ihre Lizenzierungskommission nun das Management und die Anti-Doping-Bemühungen des Astana-Teams untersuchen werde. Weltverbands-Chef Brian Cookson hatte einen möglichen Ausschluss des Astana-Rennstalls für 2015 bereits angedeutet.

Fußball, FC Arsenal: Die Knieverletzung von Fußball-Weltmeister Mesut Özil sorgt beim englischen FA-Cup-Sieger FC Arsenal weiter für erhitzte Gemüter. Am Donnerstag wies Teammanager Arsène Wenger Vorwürfe zurück, nach denen er entgegen vermeintlicher Warnungen des Spielers und der medizinischen Abteilung im Londoner Stadtderby am 5. Oktober beim FC Chelsea (0:2) auf einen Einsatz Özils bestand. "In der Halbzeit kam der Physio zu mir und sagte, dass Özil leichte Schmerzen im Knie hat. Es sei aber nicht schlimm", sagte Wenger. Daraufhin habe er Özil eine Auswechslung angeboten, die dieser jedoch ablehnte: "Er hat das während des gesamten Spiels nicht gesagt, dass es nicht weiter geht." Beim 26-Jährigen war im Vorfeld des EM-Qualifikationsspiels in Polen (0:2) eine Teilruptur des Außenbandes des linken Kniegelenks diagnostiziert worden, Özil fällt wohl bis Jahresende aus. In der Folge hatte Wenger dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) vorgeworfen, Özils Gesundheitszustand zunächst falsch eingeschätzt zu haben.

Fußball, Nigeria: Der nigerianische Fußball-Verband hat sich trotz eines Sieges in der Afrika-Cup-Qualifikation von Nationaltrainer Stephen Keshi getrennt. Keshi wurde nach Verbandsangaben durch Shaibu Amodu ersetzt, der vom Verband am Donnerstag als Interimslösung vorgestellt wurde. Der WM-Achtelfinalist Nigeria hatte am Mittwochabend sein Qualifikationsspiel gegen den Sudan mit 3:1 gewonnen. Trotzdem liegen die Super Eagles mit vier Punkten in ihrer Gruppe nur auf Platz drei hinter Südafrika (8 Punkte) und dem Kongo (7). Für die Endrunde in Marokko (17. Januar bis 7. Februar) qualifizieren sich jeweils die ersten beiden Teams der sieben Gruppen sowie der beste Gruppendritte. Der Afrika-Cup-Titelverteidiger hatte zu Beginn der Qualifikation zu Hause gegen den Kongo verloren. Es war die erste Heimpleite der Super Eagles in einem Pflichtspiel seit 33 Jahren.

Fußball, Hamburger SV: Trainer Joe Zinnbauer (44) von Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat den Einsatz von Kapitän Rafael van der Vaart (31) gegen 1899 Hoffenheim offen gelassen. Die Einsatzchancen des wieder fitten Spielmachers "sind genau so hoch wie bei jedem anderen Spieler", sagte Zinnbauer vor der Partie gegen den Tabellenzweiten (Sonntag, 15.30 Uhr/Sky), betonte aber die "brutale Qualität" des Niederländers im Spiel nach vorne. Van der Vaart hatte sich am zweiten Spieltag an der Wade verletzt. Bereits vor der Partie bei Borussia Dortmund war der Kapitän wieder an Bord, wurde beim ersten Saisonsieg (1:0) der Hanseaten aber nicht eingesetzt und vom starken Lewis Holtby ersetzt.

Seitdem wird in Hamburg über van der Vaarts Rolle im Team diskutiert. "Ich habe diese Woche gut trainiert, ich bin fit", sagte er selber und drängt auf sein Comeback. Mit einem Sieg gegen Hoffenheim wollen die Hamburger einen weiteren Schritt aus dem Tabellenkeller machen. "Das ist ein steiniger Weg", sagte Zinnbauer, der sein Team vor den konterstarken Kraichgauern warnte: "Wir müssen höllisch aufpassen und eine Schippe drauflegen." Zwei Siege in Folge gelangen dem aktuell Tabellenvorletzten zuletzt vor über 500 Tagen. Nach einem 2:1 bei Mainz 05 gewannen die Hanseaten am 20. April 2013 ebenfalls 2:1 gegen Fortuna Düsseldorf. "Wir dürfen nicht zu viel nachdenken, müssen Spaß haben und nicht überlegen was passiert, wenn wir verlieren", sagte Valon Behrami, dessen Einsatz am Sonntag nach einer Knieblessur nicht gefährdet ist.

Tennis, ATP-Turnier in Wien: Benjamin Becker hat beim ATP-Turnier in Wien seine Erfolgsserie fortgesetzt und feiert in der österreichischen Hauptstadt nun eine Premiere. Nach dem mühelosen 6:3, 6:3 am Donnerstag im Achtelfinale gegen den Niederländer Robin Haase trifft der 33-Jährige aus Orscholz am Freitag in der Runde der letzten Acht erstmals auf der ATP-Tour auf Philipp Kohlschreiber.

Tennis, WTA-Turnier in Luxemburg: Annika Beck und Mona Barthel stehen nach souveränen Auftritten im Halbfinale des WTA-Turniers in Luxemburg. Die 20-jährige Bonnerin Beck setzte sich am Donnerstag in 63 Minuten mit 6:2, 6:2 gegen Patricia Mayr-Achleitner aus Österreich durch. In der Vorschlussrunde des mit 250.000 Dollar dotierten Hallenturniers trifft sie nun auf Denisa Allertova (Tschechien) oder Varvara Lepchenko (USA). Für Beck bleibt Luxemburg ein gutes Pflaster. Im Vorjahr hatte sie dort ihr bislang einziges Finale auf der Tour erreicht. Die 24 Jahre alte Mona Barthel aus Neumünster hatte beim 6:3, 6:0 keine Probleme mit der Niederländerin Kiki Bertens. Im Halbfinale wartet nun die Siegerin des Spiels Johanna Larsson (Schweden) gegen Barbora Zahlavova-Strycova (Tschechien).

Tennis, Nikolai Dawydenko: Der ehemalige Weltranglistendritte Nikolai Dawydenko hat am Donnerstag am Rande des ATP-Turniers in Moskau seine Tennis-Karriere offiziell beendet. "Ich bin jetzt 33 Jahre alt", sagte der Russe auf einer Pressekonferenz, "ich habe 21 Turniere gewonnen, darunter drei Masters-Turniere und das ATP-Tourfinale. Ich bedauere es nicht, dass ich keinen Grand Slam gewonnen habe oder die Nummer eins der Welt war. Ich war viele Jahre in den Top 10." Wegen anhaltender Rückenprobleme hat Dawydenko in diesem Jahr nur sechs Spiele auf der Tour bestreiten können. "Ich hatte in den letzten Jahren mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Es ist schwer für mich, darüber zu sprechen", sagte Dawydenko. Er habe lange über seinen Rücktritt nachgedacht, "nun ist der Zeitpunkt gekommen", fuhr er fort.

Basketball, NBA: Basketball-Profi Dirk Nowitzki hat sich für eine Verkürzung der NBA-Saison ausgesprochen. "Ich glaube, dass wir keine 82 Spiele benötigen, um die besten acht Teams der Conferences zu ermitten", sagte der Würzburger dem Internetportal des US-Fernsehsenders ESPN. Er wisse aber auch, dass "jede Partie weniger auch weniger Geld für Spieler, Liga und Besitzer bedeutet": "Deswegen glaube ich nicht, dass es sich schnell ändern wird." Der 36-Jährige kann sich eine Hauptrunde mit rund 60 Spielen vorstellen, gerade wenn dann die "back-to-back-games" wegfallen würden, also zwei Partien an aufeinanderfolgenden Tagen: "Die habe ich als 20-Jähriger schon nicht gemocht."

Am Sonntag testet die NBA bei einem Testspiel zwischen den Brooklyn Nets und den Boston Celtics eine verkürzte Spieldauer von 44 statt 48 Minuten. Erik Spoelstra, Coach der Miami Heat, hatte bereits angedeutet, dass dieser Schritt nicht weit genug ginge: "Es ist keine Frage der Spielzeit, sondern der zu vielen Spiele." Der gleichen Meinung ist auch LeBron James von den Cleveland Cavaliers. "Minuten bedeuten gar nichts. Wenn wir müssten, könnten wir 50 Minuten spielen", sagte der viermalige MVP. Weniger Begegnungen würden zwar geringere Einnahmen bedeuten, am Ende würden jedoch die Spieler den Preis dafür zahlen.