Provokateure des SpieltagsZorniger macht Bayern ein unmoralisches Angebot

Stuttgarts Trainer würde gerne Peps "Sohn" abwerben. Rudi Völler tätschelt einer TV-Moderatorin den Arm. Granit Xhaka weiß nun, was Shit Chat ist. Die Provokateure des Bundesliga-Spieltags.

Matthias Ginter

Rechtsverteidiger heißen so, weil sie rechts verteidigen. Sie sollen den Linksaußen (heißt so, weil er linksaußen spielt) des Gegners am Flanken und Toreschießen hindern. Auch Borussia Dortmund spielt mit einem Rechtsverteidiger, aber Matthias Ginter schert sich nicht um sein Berufsbild. Er spielt in Wahrheit als rechtsverteidigender Mittelfeldspieler auf Rechtsaußen, das hat er im Derby gegen Schalke 04 vorgeführt: Die 30. Minute, Ginter rennt über die rechte Seite, flankt auf Shinji Kagawa, jubelt. Die 43. Minute, Ecke Mkhitaryan, Ginter springt, köpfelt, jubelt. Zwei Tore, sieben Vorlagen - in der sogenannten Scorer-Liste provoziert Ginter als Neuntbester, er liegt sogar vor prominenten Mittelstürmern (heißen so, weil sie in der Mitte stürmen) wie Schalkes Franco Di Santo. Der kam in zwölf Einsätzen bisher auf exakt null Tore und einen einzigen Assist.

(chge)

Bild: Ina Fassbender/Reuters 8. November 2015, 21:142015-11-08 21:14:08 © Süddeutsche.de/chge/jbe