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Protest in der NHL:"Dieses Statement ist sehr stark"

Colorado Avalanche v Dallas Stars - Game Three

Das Eis bleibt leer: Auch die NHL protestiert gegen Rassismus an

(Foto: AFP)

Die NHL schließt sich den Protesten gegen Rassismus an und und sagt Spiele ab. Die Wolfsburgerinnen treffen im Champions-League-Finale auf Lyon.

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Eishockey, NHL: Bei einem eindrucksvollen Auftritt voller Geschlossenheit haben die NHL-Profis die Playoff-Pause im Kampf gegen Rassismus in den USA begründet. "Das hier ist eine viel stärkere Botschaft als alles, was ein oder zwei Spieler auf dem Eis machen könnten", sagte Ryan Reaves von den Las Vegas Golden Knights. "Es ist toll, dass die NBA und die MLB und die WNBA das gemacht haben, aber die haben viele schwarze Spieler in diesen Ligen. Dieses Statement ist sehr stark, insbesondere aus dieser Liga", sagte der schwarze Eishockey-Profi am Donnerstag (Ortszeit). "Das Gespräch hat angefangen mit weißen Spielern von anderen Teams, die sprechen wollten. Das ist stark."

Einen Tag nach der beispiellosen Protestwelle in der NBA, WNBA, MLS und MLB entschied die NHL auf die für Donnerstag und Freitag geplanten Playoff-Partien zu verzichten. "Der Grund, warum wir hier sind, ist, dass niemand im Raum glücklich ist darüber, was passiert", sagte Pierre-Edouard Bellemare von den Colorado Avalanche. Mehrere Dutzend Profis der in der NHL-Blase in Edmonton aktiven Teams der Las Vegas Golden Knights, der Colorado Avalanche, der Vancouver Canucks und Dallas Stars standen hinter den Sprechern in dem vollen Raum und verliehen der Video-Pressekonferenz damit eine bemerkenswerte Atmosphäre.

Dass die NHL im Gegensatz zu den anderen Ligen tags zuvor noch gespielt hatte, begründeten die Spieler mit der Kurzfristigkeit der Entwicklungen. Man habe sich seither austauschen und die gemeinsame Entscheidung treffen können.

Fußball, Champions League der Frauen: Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg treffen im Finale der Champions League auf den Titelverteidiger Olympique Lyon. Der Seriensieger setzte sich im umkämpften französischen Halbfinale gegen Paris St. Germain 1:0 (0:0) durch. Kapitänin Wendie Renard (67.) sorgte in Bilbao für die Entscheidung zugunsten von OL mit Dzsenifer Marozsan in der Startelf. Unmittelbar zuvor hatte bei PSG Sara Däbritz' Mittelfeldkollegin Grace Geyoro die Gelb-Rote Karte gesehen. Auch Lyon-Stürmerin Nikita Parris (75.) handelte sich einen Platzverweis ein.

Der sechsmalige Titelträger Lyon steht zum fünften Mal in Serie im Finale, die jüngsten vier Endspiele entschied das Ensemble aus Weltklassespielerinnen alle für sich. Zweimal (2016 und 2018) war dabei Wolfsburg der unterlegene Finalgegner. Der VfL, Champions-League-Sieger von 2013 und 2014, hatte am Vortag sein Halbfinale gegen den FC Barcelona mit 1:0 (0:0) gewonnen. Der deutsche Meister und Pokalsieger steht zum fünften Mal im Endspiel um Europas Fußball-Krone.

Vor Anpfiff hatte ein positiver Corona-Test bei PSG für Aufregung gesorgt. Die namentlich nicht genannte Spielerin wurde von der Mannschaft isoliert und nahm gemäß Uefa-Protokoll nicht am Halbfinale teil.

DFB-Pokal, FC Bayern: Bayern München erhält nach dem Triple-Triumph eine längere Pause. Das ursprünglich für den 11. September angesetzte Pokalspiel gegen den Fünftligisten 1. FC Düren wird auf den 15. Oktober verschoben. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mit. Durch die Verlegung haben die Münchner nun Pause bis zum Ligastart am 18. September gegen Schalke 04, dafür ballen sich gerade für die Nationalspieler die Termine ab Oktober. Am 13. Oktober bestreitet die deutsche Nationalmannschaft in Köln ein Nations-League-Spiel gegen die Schweiz, am 15. Oktober folgt das Pokalspiel gegen Düren und am 17. Oktober treten die Bayern in der Liga bei Aufsteiger Arminia Bielefeld an.

Immer mehr Amateurvereine geben derweil ihr Heimrecht in der ersten Runde des DFB-Pokals an die Profivereine ab. Borussia Mönchengladbach bestreitet seine Auftaktpartie gegen den Nord-Regionalligisten FC Oberneuland im heimischen Borussia-Park. Auch der 1. FC Köln gegen den Nordost-Regionalligisten VSG Altglienicke, der FC Augsburg gegen den Oberligisten FC Celle, sowie der FSV Mainz 05 und Bayer Leverkusen gegen die Nord-Regionalligisten TSV Havelse und Eintracht Norderstedt treten in der eigenen Arena an.

© SZ.de/sid/dpa/ska
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