Probleme beim Hamburger SV:Kreuzers große Aufgabe

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Kreuzers Aufgabe ist trotzdem klar umrissen: Er muss den vorhandenen Kader verschlanken, so schnell wie möglich. Der Plan ist, den Gehaltsetat von rund 48 Millionen Euro auf unter 40 Millionen Euro zu senken, um Spielraum für neue Transfers zu schaffen. Für Gutverdiener wie Marcus Berg, Gojko Kacar oder Robert Tesche, die in den Planungen von Trainer Thorsten Fink keine Rolle mehr spielen, müssen jedoch zunächst solvente Abnehmer gefunden werden.

"Wir haben bisher noch keine entscheidende Reduzierung getätigt", sagt Jarchow und setzt seinen Sportchef damit unter Druck, "aber das Transferfenster hat ja gerade erst geöffnet." Die Abwehrspieler Paul Scharner, Michael Mancienne oder Slobodan Rajkovic sind weitere Namen, bei denen die Hamburger nicht unglücklich wären, sie künftig auf anderen Gehaltslisten wieder zu finden.

Sportchef Kreuzer steckt damit im gleichen Dilemma, das bereits seinem Vorgänger Frank Arnesen zu schaffen machte. Schon in den vergangenen beiden Jahren fuhr der Klub jeweils ein dickes Minus ein, in diesem Geschäftsjahr droht sogar ein zweistelliger Millionenverlust. Viele Spieler sind mit sehr guten Verträgen ausgestattet, spielen jedoch seit Jahren unter ihren Möglichkeiten und liefern so wenige Anreize für andere Klubs, ebenfalls gut dotierte Angebote zu unterbreiten.

"Geld ist nicht alles", ließ der Serbe Kacar immerhin gegenüber der Hamburger Morgenpost durchblicken, "an erster Stelle steht, dass ich spielen und gebraucht werden will." Kurioserweise soll Kacar zeitgleich eine Gehaltserhöhung bekommen haben, statt 1,6 soll er nun 1,8 Millionen Euro pro Saison kassieren, obwohl er aktuell nur bei der klubeigenen U23 mittrainiert. Möglich macht dies eine Zusatzvereinbarung in Kacars Vertrag, ausgehandelt noch mit Ex-Boss Bernd Hoffmann, der beim HSV schon seit März 2011 nichts mehr zu sagen hat.

Zu allem Übel braucht der HSV nach dem Abschied von Son und der Absage von Santa Cruz immer noch einen Stürmer. Der in Hoffenheim degradierte Eren Derdiyok soll ein Kandidat sein, auch wenn Kreuzer bereits bekannte, dass der Schweizer "nicht unsere erste Alternative" sei. Das könnte sich nun geändert haben. Auch mit Dortmunds Innenverteidiger Lasse Sobiech soll sich Kreuzer prinzipiell einig sein. Doch auch dieser Transfer stockt, wie aktuell so vieles beim HSV.

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