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Probleme beim FC Barcelona:Kein Trainer hat es leicht mit Messi

Jedenfalls sprühte Messi wieder, kam mal über die rechte Flanke, mal durch die Mitte, kombinierte wunderbar mit den beiden prominenten Nebendarstellern Neymar und Luis Suárez. Er nahm sich alle Freiheiten, ließ sich auch mal zurückfallen, spielte viele lange, steile Pässe. Und da es funktionierte, hörte man kaum etwas von Luis Enrique.

Kein Trainer hat es leicht mit dem "Floh", einem stillen Zeitgenossen, der schnell einschnappt, schlecht mit Kritik umgehen kann, keine Schatten, keine Rotationen, keine Revolutionen duldet. Auch Pep Guardiola sagte einmal, es sei am besten, man rede nur wenig mit Messi, der verstehe dann schon genug. Nur Respekt sollte da sein. Und wie es scheint, respektiert Messi Enrique nur sehr mäßig.

Champions League

Achtelfinale, Hinspiele:

Dienstag, 24.2. (Rückspiele Mittwoch, 18.3.)

Manchester City - FC Barcelona 20.45

Juventus Turin - Borussia Dortmund 20.45

Mittwoch, 25.2. (Rückspiele Dienstag, 17.3.)

Bayer Leverkusen - Atlético Madrid ZDF / 20.45

FC Arsenal - AS Monaco 20.45

Bereits gespielt:

FC Schalke 04 - Real Madrid 0:2 (0:1)

FC Basel - FC Porto 1:1 (1:0)

Rückspiele: Dienstag, 10.3. Schachtjor Donezk - FC Bayern 0:0

Paris St. Germain - FC Chelsea 1:1 (0:1)

Rückspiele: Mittwoch, 11.3.

Englische Medien rechneten schon herum

Kürzlich, zum Jahresbeginn im Baskenland, überwarf er sich so ungewohnt öffentlich mit dem strengen und asketisch lebenden Coach, der mal wieder die halbe Mannschaft ausgetauscht hatte, dass danach sofort Gerüchte herumgereicht wurden, er wolle weg aus Barcelona. Offerten gebe es genügend: aus London, aus Paris und aus Manchester.

Die englischen Medien rechneten schon aus, wie viel Messi kosten würde, addierten die mögliche Transfersumme sowie sechs Jahre Lohn und kamen auf den stattlichen Betrag von 640 Millionen Euro. Vermeldet wurde auch, Messi folge auf den sozialen Netzwerken neuerdings dem FC Chelsea und Manchester City.

Es begann eine Debatte darüber, ob Messi denn in einem anderen Verein überhaupt bestehen könnte, einem zumal, der nicht alles nach ihm ausrichtet. Verhandelt wurde auch die Frage, ob sich dieses Kind aus der argentinischen Provinz, aus Rosario, in einer Weltstadt wie London wohl fühlen würde. Das beschauliche Barcelona passt da besser. Englisch würde er ohnehin nicht lernen wollen, hieß es auch. Ganz abenteuerlich schienen die Gerüchte dennoch nicht zu sein.

Es heißt, Vereinspräsident Josep Maria Bartomeu habe Messi als beruhigendes Bonbon versprochen, er würde bald einen neuen Trainer anstellen. Offenbar fiel der Name von Frank Rijkaard, von 2003 bis 2008 schon einmal Trainer Barças. Der Holländer hatte Messi damals zum Debüt verholfen. Die beiden haben den Kontakt über die Jahre nie abgebrochen. Messi mag und respektiert Rijkaard, da würde die Chemie stimmen, die interne Kommunikation.

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Bartomeu dementierte die Geschichte derart vehement, dass man sie gemeinhin für umso wahrhaftiger hält. Aber was zählt Bartomeus Wort noch? Im Juni wählen die Mitglieder des Vereins einen neuen Präsidenten. Und sollte der Amtsinhaber nicht alles gewinnen, am besten das Triple aus Champions League, Liga und Copa del Rey, mindestens aber ein Double, dann sind seine Chancen auf eine Wiederwahl wohl recht gering.

Zu viele Skandale, zu viele Fragen, zu viel Verstimmung. Es wäre also auch für den Präsidenten gut, wenn gegen Manchester City wieder der "neue Messi" in der Rolle des operativen Chefs aufträte, ohne Hang zum Schlurfen.