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Premier League:Werner und Havertz siegen beim Debüt mit Chelsea

Den Elfmeter herausgeholt: Timo Werner (l.) im Duell mit Brightons Torwart Mathew Ryan.

(Foto: AP)

Der ehemalige Leipziger Werner ebnet im ersten Premier-League-Spiel gar den Weg zum Auftakterfolg. BFV-Präsident Koch erwartet im Chaos ums abgesagte DFB-Pokalspiel des FC Schalke keine schnelle Lösung.

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Premier League, FC Chelsea: Die deutschen Nationalspieler Kai Havertz und Timo Werner sind bei ihrem Pflichtspiel-Debüt mit dem FC Chelsea erfolgreich in die Premier-League-Saison gestartet. Der englische Spitzenklub gewann mit den beiden Ex-Bundesliga-Profis in der Startelf am Montagabend bei Brighton & Hove Albion mit 3:1 (1:0). Dabei gingen die Blues nach einen Foul am Ex-Leipziger Werner in Führung, der im Strafraum von Brighton-Torhüter Mathew Ryan zu Fall gebracht wurde. Jorginho (23.) verwandelte den Elfmeter sicher. Leandro Trossard (54.) glich aus, die Antwort kam kurz darauf von Chelseas Reece James (56.), Kurt Zouma erhöhte nach einer Ecke (66.).

Werner setzte in der Offensive immer wieder Akzente und verzeichnete Chelseas beste Chance nach dem Führungstreffer. Der 24-Jährige kam mit Tempo über die linke Seite in den Strafraum, seinen Schuss ins kurze Eck parierte Ryan jedoch (45.+3). Der ehemalige Leverkusener Havertz agierte zunächst eher unauffällig, für den 21-Jährigen kam in der 80. Minute Callum Hudson-Odoi. Antonio Rüdiger, 27, verfolgte seine beiden Nationalmannschaftskollegen von Chelseas Bank aus, der frühere Ingolstädter Pascal Groß kam ab der 79. Minute für Brighton noch zum Einsatz. Im ersten Spiel des Abends setzten sich die Wolverhampton Wanderers mit 2:0 (2:0) bei Sheffield United durch.

Fußball, Niederlande: Trotz einer Leistenverletzung will der frühere Bayern-Spieler Arjen Robben sein Comeback beim niederländischen Club FC Groningen unbedingt fortsetzen. "Aufgeben kommt in meinem Wörterbuch nicht vor", sagte der Fußballprofi am Montag der Amsterdamer Zeitung de Volkskrant. Der 36-jährige Mannschaftskapitän war am Sonntag im Spiel seines Heimatclubs bei PSV Eindhoven in der 29. Minute verletzt ausgewechselt worden und konnte nur tatenlos zuschauen, wie die Groninger gegen das Team des ehemaligen Bundesliga-Trainers Roger Schmidt mit 1:3 (0:1) verloren.

Wie schwer die Verletzung ist, soll sich nach weiteren Untersuchungen am Dienstag zeigen. Robben sagte der Zeitung, dass er sich verletzt habe, sei "das denkbar schlechteste Szenario". Er habe damit nicht gerechnet. "Jetzt ist es wichtig, sich nicht schmollend in eine Ecke zurückzuziehen, sondern mit Hilfe von etwas Selbstironie zu lachen und mit einem positiven Gefühl weiterzumachen. Noch seid ihr mich nicht los."

Fußball, DFB-Pokal: Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV), erwartet im Chaos um die Absage des DFB-Pokalspiels zwischen Schweinfurt 05 und Schalke 04 keine schnelle Lösung. "Der Verlierer ist der Fußball, und wir werden auch so schnell zu keiner Entscheidung kommen", sagte Koch im Bayerischen Fernsehen.

Gleichzeitig verteidigte der DFB-Vizepräsident die Haltung des BFV. "Wir standen zwischen allen Stühlen. Wir wollten eine salomonische Entscheidung vorschlagen. Das muss ich jetzt akzeptieren, dass das gescheitert ist. Was jetzt passiert, ist viel schädlicher für den Fußball", sagte Koch.

Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München hatte mit einer einstweiligen Verfügung am Freitag erwirkt, dass das Erstrundenspiel zwischen Schalke und dem bayerischen Regionalligisten Schweinfurt vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) wegen einer nicht geklärten Rechtslage kurzfristig abgesagt werden musste. Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider hatte daraufhin dem BFV die Schuld für die Posse zugeschoben. Er habe Schneider am Sonntag eine SMS geschickt, "er hat sich aber nicht gemeldet", sagte Koch dem BR. Er wisse, dass dies "für Schalke eine fürchterliche Situation ist. Aber man sollte dem Richtigen dann die Vorwürfe machen."

Das ist laut Koch Türkgücü-Präsident Hasan Kivran, dem er Wortbruch vorwirft. "Wir haben am 8. Mai klare Regeln geschaffen. Schade, dass das nicht akzeptiert worden ist", sagte Koch: "Jetzt wird eine massive Auseinandersetzung zwischen Türkgücü München und dem FC Schweinfurt auf dem Rücken des BFV ausgetragen." Die Regelung, Türkgücü - bei der Saisonunterbrechung der Regionalliga Tabellenführer - als Aufsteiger zur 3. Liga und damit Schweinfurt für den Pokal zu melden, sei die naheliegendste Lösung gewesen, behauptete der BFV-Chef.

© SZ.de/dpa/sid/jki
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