bedeckt München

Premier League:Liverpool siegt im Spektakel-Spiel

Entscheidend an Liverpools Erfolg beteiligt: Mo Salah (re.).

(Foto: AP)

Zum Saisonstart in England fallen sieben Tore zwischen dem Team von Jürgen Klopp und Aufsteiger Leeds. Pierre-Emerick Aubameyang trifft bei Arsenals Sieg - Mesut Özil schaut zu.

Titelverteidiger FC Liverpool hat bei seinem Saisonauftakt in der englischen Premier League knapp gegen Aufsteiger Leeds United gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp ging beim spektakulären 4:3 (3:2) schon früh durch einen Treffer von Mohamed Salah (4.) in Führung. Für Leeds konnte Jack Harrison (12.) schnell ausgleichen. Die Aufsteiger schafften insgesamt drei Mal den Ausgleich, mussten sich nach einem verwandelten Foulelfmeter durch Salah (88.) aber doch noch geschlagen geben.

Die Mannschaft des argentinischen Starcoaches Marcelo Bielsa, der in seiner Heimat "El loco" ("der Verrückte") genannt wird, zeigte sich in der Partie durchgehend kämpferisch. Die "Whites" schafften nach 16 Jahren Unterklassigkeit direkt den Aufstieg in die Premier League. Für Leeds-Neuzugang Robin Koch, der vom SC Freiburg in die Premier League gewechselt war, war das Debüt eher unglücklich. Der Nationalspieler löste durch sein klares Handspiel in den ersten Spielminuten einen Elfmeter und damit Liverpools ersten Treffer aus.

Aubameyang trifft bei Arsenals Sieg

Der FC Arsenal gewann gegen den Aufsteiger FC Fulham mit 3:0 (1:0). Arsenal ging früh durch einen Treffer von Alexandre Lacazette (9. Minute) in Führung, der Fehler in der Abwehr der Hausherren ausnutzte. Der brasilianische Neuzugang Gabriel, den Arsenal erst vor Kurzem vom OSC Lille verpflichtet hatte, bescherte den Londonern nach einer Ecke seines ebenfalls neuen Landsmanns Willian den zweiten Treffer (50.). Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (57.) besiegelte den Sieg im Londoner Derby, das vor leeren Rängen ausgetragen wurde.

Der ehemalige deutsche Nationalspieler Mesut Özil musste den Sieg seiner Mannschaft als Zuschauer beobachten - er stand nicht im Kader. Arsenal-Coach Mikel Arteta hatte ihm bereits am Freitag wenig Hoffnung auf einen Einsatz gemacht. "Es gibt keine Updates", sagte der Spanier Arteta, als er auf den Weltmeister von 2014 angesprochen wurde. Schon seit längerem ist bekannt, dass Arsenal seinen Topverdiener, dessen Vertrag noch bis zum Sommer 2021 läuft, loswerden will. Özil hat einen vorzeitigen Abschied allerdings kategorisch ausgeschlossen. Seit der coronabedingten Liga-Unterbrechung kam er nicht mehr zum Einsatz.

Manchester United hält an Kapitän Maguire fest

Der englische Nationalspieler Harry Maguire bleibt trotz des jüngsten Wirbels um seine Verurteilung in Griechenland Kapitän von Manchester United. "Er war immer ein positiver Mensch mit den richtigen Werten", sagte Manchesters Ole Gunnar Solskjaer in einem Interview, das am Samstag auf der Website des Vereins veröffentlicht wurde. Der 27-jährige Innenverteidiger habe einen "schwierigen" Sommer gehabt, sei damit aber sehr gut umgegangen. In der vergangenen Woche hatte bereits der englische Fußball-Nationaltrainer Gareth Southgate bekräftigt, dass er Maguire schon bald wieder für den Kader nominieren wolle.

Maguire war im Sommerurlaub auf der griechischen Insel Mykonos in eine tätliche Auseinandersetzung verwickelt gewesen. Ein griechisches Gericht hatte den 27-Jährigen daraufhin für schuldig befunden, einen Polizisten angegriffen und versucht zu haben, Beamte zu bestechen. Maguire wurde zu einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten und zehn Tagen verurteilt. Southgate hatte Maguire zunächst für die Nations League berufen, strich den Abwehrspieler aber nach Bekanntwerden des Urteils aus seinem Aufgebot. Maguire, der alle Vorwürfe bestreitet, legte Einspruch gegen das Urteil in Griechenland ein. Der Prozess wird deshalb noch einmal neu aufgerollt.

© SZ.de/dpa/tbr
Zur SZ-Startseite

Neue Saison der Premier League
:Klopp stichelt vor dem Start in England

Liverpools Coach wundert sich über den Kaufrausch bei Chelsea und sieht sein Team gerüstet für die Titelverteidigung - aber brauchen die "Reds" nicht noch Verstärkung?

Von Jonas Beckenkamp

Lesen Sie mehr zum Thema