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Premier League:"Ich hatte keinen Einfluss"

Premier League - West Ham United v Tottenham Hotspur

Sieger mit Verlierergrimasse: José Mourinho während seines Debüt als Tottenham-Trainer bei West Ham.

(Foto: Tony O'Brien/Action Images via Reuters)

José Mourinho gewinnt zum Debüt mit Tottenham Hotspur 3:2 gegen West Ham - und gibt sich anschließend ungewohnt bescheiden. Liverpool bleibt durch einen späten Sieg ungeschlagen.

Vor dem Anpfiff hielt José Mourinho ein lockeres Schwätzchen mit den Einlaufkindern, nach seiner siegreichen Rückkehr in die Premier League verließ er lächelnd das Olympiastadion von London. Mit dem 3:2 (2:0) im Derby bei West Ham United feierte Mourinho am Samstag ein gelungenes Debüt als Trainer der Tottenham Hotspur - und gab sich danach ungewohnt bescheiden. "Es geht nicht um mich, es geht um die Spieler und den Verein. Ich hatte keinen Einfluss. Nichts. Ich habe ihnen nur ein wenig geholfen, dieses Match zu gewinnen", sagte der 56 Jahre alte Portugiese und fügte hinzu: "Ich würde es hassen, wenn die Leute sagen, ich hätte schon etwas bewirkt." Elf Monate lang war Mourinho seit seinem Rauswurf bei Manchester United am 18. Dezember 2018 ohne Job, zehn Monate lang hatte Tottenham seit dem 2:1 beim FC Fulham am 20. Januar dieses Jahres in der Premier League nicht mehr auswärts gewonnen - am Samstag endeten beide Durststrecken.

Seinen ersten Auftritt am Spielfeldrand genoss Mourinho, der Nachfolger des beurlaubten Mauricio Pochettino, ganz in Schwarz gekleidet. "Am Ende was es nicht das Wichtigste, 3:0 oder 4:0 zu gewinnen oder wunderschön zu spielen, sondern zu gewinnen - ganz egal wie", sagte er. Jede gelungene Szene beklatschte Mourinho, die Tottenham-Tore durch Son Heung-min (36. Minute), Lucas Moura (43.) und Harry Kane (49.) bejubelte er mit geballter Faust. "Ich denke, das Team hatte 60 erstaunliche Minuten, totale Kontrolle, totale Dominanz - nach dem Prinzip, das wir in die Trainingseinheiten eingebracht haben", lobte Mourinho. Erst in der Schlussphase ließ sein Team nach. Michail Antonio (73.) und Angelo Ogbonna (90.+6) brachten West Ham heran, doch der Sieg für Tottenham geriet nicht mehr in Gefahr.

Mourinhos Rückkehr verdrängte zwei andere Top-Trainer an diesem Spieltag aus den Schlagzeilen. Pep Guardiola kam mit Titelverteidiger Manchester City zu einem 2:1-Sieg gegen den FC Chelsea und liegt als Dritter neun Punkte hinter Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool. Der weiter ungeschlagene Spitzenreiter gewann durch Tore von Sadio Mané (49.) und Roberto Firmino (85.) mühevoll 2:1 beim Tabellenzweiten Leicester City. "Wir spielen nicht, um Zeichen zu senden, sondern um Ergebnisse zu holen", sagte Klopp. "37 Punkte nach 13 Spielen sind herausragend." Davon kann Mourinho mit Tottenham (17 Punkte) derzeit nur träumen.

© SZ vom 25.11.2019 / dpa
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