Positive Probe bei Olympia:Sachenbacher-Stehle erklärt Dopingbefund

Previews - Winter Olympics Day -2

Evi Sachenbacher-Stehle: Dopingbefund bei Olympia

(Foto: Richard Heathcote/Getty Images)

Evi Sachenbacher-Stehle erzählt vor dem Weltverband IBU, wie es zu ihrer positiven Dopingprobe bei Olympia gekommen ist: "Es ist definitiv gesichert, dass es dieses Nahrungsergänzungsmittel war." Das hätte sich in unabhängigen Proben ergeben.

Die bei Olympia in Sotschi positiv getestete Biathletin Evi Sachenbacher-Stehle hat nach ihrer siebeneinhalbstündigen Anhörung beim Weltverband IBU am Samstag in Salzburg bestätigt, dass eine verbotene Substanz in einem Nahrungsergänzungsmittel zu dem Doping-Befund geführt hat. "Unabhängig nachbestellte Vergleichsproben haben ein positives Ergebnis erbracht", sagte die 33-Jährige: "Es ist definitiv gesichert, dass es dieses Nahrungsergänzungsmittel war. Das macht mich in erster Linie schon mal ganz froh."

Sachenbacher-Stehle war in Sotschi positiv auf das verbotene Stimulans Methylhexanamin getestet worden. Die Langlauf-Olympiasiegerin von 2002 und 2010 hatte eingeräumt, dass sie ein Nahrungsergänzungsmittel im Vertrauen auf Aussagen eines persönlichen Beraters vor der Einnahme nicht von offiziellen Stellen hatte kontrollieren lassen.

"Ich habe in den letzten Wochen erstmal selbst ziemlich lange gebraucht, um mit der Situation klarzukommen", sagte sie am Samstag: "Ich selbst war am allermeisten geschockt über diesen positiven Test, weil ich überhaupt keine Erklärung dafür gehabt habe, wo dieser positive Test herkommen konnte. Dementsprechend ist erstmal eine ganze Welt für mich zusammengebrochen."

Auch Untersuchungen der Staatsanwaltschaft München 1 sollen ergeben haben, dass in einem von Sachenbacher-Stehle benutzten Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich das im Wettkampf verbotene Methylhexanamin enthalten gewesen sei. Das hatte Sachenbacher-Stehles Anwalt Marc Heinkelein am Donnerstag mitgeteilt. Nun muss die IBU das Strafmaß festlegen, Heinkelein rechnet mit einer Entscheidung "in einigen Wochen".

Ob Sachenbacher-Stehle bewusst oder unbewusst gedopt hat, spielt für die Verantwortlichen der IBU bei der Entscheidungsfindung keine Rolle. "Das ist ganz egal", sagteIBU-Generalsekretärin Nicole Resch der Tageszeitung Die Welt: "Sobald die Substanz im Körper nachgewiesen wird, ist die Beweislast auf den Athleten verschoben. Die Substanz war vorhanden, und sie war leistungssteigernd." Die möglicherweise verhängte Strafe werde laut Resch im Einklang mit den Regeln Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) stehen.

© SZ.de/sid/ska
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