Jelena Rybakina hat zum zweiten Mal das erstklassig besetzte Tennisturnier in Stuttgart gewonnen. Zwei Jahre nach ihrem ersten Titel beim Porsche Grand Prix setzte sich die Australian-Open-Siegerin dank ihres rasanten, kraftvollen Spiels im Finale 7:5 und 6:1 gegen die Tschechin Karolina Muchova durch. Nach 1:18 Stunden nahm sie den Preis, 161 310 Euro und ein Cabrio des Titelsponsors, entgegen.
Für die 26-jährige Rybakina, Nummer zwei der Weltrangliste, war es der 13. Turniersieg im 25. Finale. Die Konkurrenz in Stuttgart war gewohnt hochklassig, drei der vier weltbesten Tennisspielerinnen waren angetreten, auch Coco Gauff (USA) und Iga Swiatek (Polen).
Rybakina dominierte das Finale vor 4400 Zuschauern in der ausverkauften Halle von Beginn an. Doch die Wimbledonsiegerin von 2022 erlaubte sich ausgerechnet ein paar Fehler, als sie im ersten Satz bei 5:3 zum Satzgewinn aufschlug. Muchova, Nummer zwölf der Welt, nahm ihr erstmals den Aufschlag ab und glich wenig später aus. Nervenstark entschied Rybakina den ersten Durchgang dann doch für sich. Im zweiten Durchgang ließ Rybakina auch wegen ihrer Returnstärke der Finalgegnerin keine Chance mehr.
Muchova hatte zuvor Gauff und Jelina Switolina aus der Ukraine geschlagen. Die anfangs fünf deutschen Tennisspielerinnen im Hauptfeld waren alle früh ausgeschieden. Nur Laura Siegemund und Eva Lys schafften es ins Achtelfinale des mit gut einer Million Euro Preisgeld dotierten Hallensandplatzturniers.

