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Pokal-Erfolg gegen Hoffenheim:Es bleibt zu wenig Zeit für eine Pokalüberraschung

Müller, der unter Trainer Hansi Flick in den ersten 13 Partien 14 Scorerpunkte gesammelt hatte, war auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit der Mann, der an fast allen gefährlichen Aktionen des Gastgebers beteiligt war. 13. Minute: Alphonso Davies flankte von der linken Seite, Müller grätschte rein, Hoffenheims Kapitän Benjamin Hübner berührte den Ball wohl auch noch, Müller war es herzlich egal, er jubelte über den Ausgleich. 20. Minute: David Alaba flankte von der linken Seite, Müller streckte sein Bein rein, dieses Mal berührte er den Ball wirklich, die Führung. 36. Minute: Alaba schlug einen weiten Ball in den Hoffenheimer Strafraum, Hübner und Müller sprangen zum Kopfballduell hoch, TSG-Torwart Philipp Pentke hüpfte übereifrig noch dazu. Von Müllers und Hübners Köpfen zugleich flog der Ball zu Lewandowski, er köpfte den Ball lässig ins Tor.

Großzügig vergab der FC Bayern noch ein paar weitere gute Gelegenheiten, teilweise auch, weil sich die Spieler zu sehr den eigenen Zaubereien widmeten. Aber die Hoffenheimer Abwehr verteidigte an diesem Abend mit der Körperlichkeit eines gealterten Schlossgespenstes, sie erlaubte also auch ein paar Münchner Spielereien.

In der zweiten Halbzeit verzichteten die Bayern auf ein paar Tricksereien, sie verzichteten auch auf ein bisschen Tempo und Direktheit in ihrem Spiel, aber warum auch dieser Aufwand, sie waren auch so weiter überlegen. Lewandowski (51.) und Müller (52.) vergaben innerhalb einer knappen Minute zwei gute Gelegenheiten, ein Tor, und das Spiel hätte endgültig keinerlei Spannung mehr gehabt. So aber durften die Gäste zumindest noch an die Überraschung glauben. Und viel hätte auch nicht gefehlt, und dieser eigentlich so souveräne Auftritt des FC Bayern hätte ein enges Spielende gehabt.

In der 71. Minute schoss Hoffenheims Steven Zuber artistisch aufs Münchner Tor, Manuel Neuer klärte nicht weniger kunstvoll mit einer Hand zur Ecke. Drei Minuten später durfte der eingewechselte Christoph Baumgartner ungestört durch die gesamte Münchner Defensive spazieren, und auf einmal stand er frei vor Neuer - was offenbar auch ihn selbst überraschte, so überhastet schoss er den Ball über das Tor.

In der 80. Minute traf dann noch einmal Lewandowski mit dem Kopf - und doch wurde es noch spannend. Denn in der 83. Minute erzielte Munas Dabbur noch einen Treffer für Hoffenheim, und in der Nachspielzeit gleich noch einmal. Doch nun blieb wirklich zu wenig Zeit für eine weitere Pokalüberraschung.

© SZ vom 06.02.2020
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