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Pokal-Erfolg des BVB:Dortmunds nächster Superheld

Nach 21 Minuten war dann auch der zweite Superheld des vergangenen Wochenendes K.o. Dresdens Dennis Erdmann hatte Marco Reus fernab des Spielgeschehens umgetreten. Dresdens Trainer Peter Németh war das nach dem Spiel sichtbar unangenehm, er sagte schließlich: "Dennis hat mal bei Schalke gespielt."

Reus humpelte mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Platz, mit ihm verflüchtigte sich fürs Erste die restliche Kontrolle aus dem Dortmunder Spiel. Blaszczykowski rempelte Niklas Kreuzer im Dortmunder Strafraum um, der BVB hätte sich über einen Strafstoß nicht beschweren dürfen (den Schiedsrichter Tobias Welz nicht verhängte). Welz verzichtete allerdings auch darauf, Dresdens Michael Hefele zu sanktionieren, obwohl dieser Immobilie im Dresdner Strafraum vorsorglich den Ellenbogen ins Gesicht gerammt und erst dann den Ball geklärt hatte. "Klare rote Karte. Da hat ein Ellenbogen nichts zu suchen." Sagte übrigens Németh, Dresdens Trainer.

Die Dortmunder beschlossen den ersten Durchgang dann nahezu ohne Torgelegenheiten. Henrikh Mkhitaryan, eingewechselt für Reus, hatte das Tor nach einer halben Stunde um zwei Meter verfehlt, das musste als beste Torchance herhalten. Der tapfere Außenseiter durfte die erste Runde durchaus als Punktsieg für sich verbuchen. Nach dem Pausengong drehte der Bundesligisten die Wertung dann allerdings schnell zu seinen Gunsten.

Hefele revanchierte sich nach seinem Wirkungstreffer bei Immobile, er setzte einen Querpass in der eigenen Hälfte derart kraftlos an, dass Immobile den Ball mühelos abfing und im Tor verstauen durfte - das 0:1 nach 50 Minuten. Kurz darauf zeigte sich auch Marco Reus wieder im Stadion, er humpelte auf die Ersatzbank, ein Pferdekuss, so lautete der erste medizinische Befund. Ob Reus am Samstag gegen den HSV mitwirken darf, ist dennoch ungewiss.

Dynamo sah derweil gar nicht ein, den Dortmundern bereits den Zutritt zum Viertelfinale zu gewähren. Kurz nach Immobiles Treffer spielte Hummels den Ball zu Langerak zurück, der Verteidiger rutschte aus wie ein Anfänger beim Schlittschuhläufer, Langerak rettete gegen Justin Eilers. Dresden orchestrierte nach und nach tatsächlich so etwas wie ein Powerplay. Sie streuten zunächst ein paar giftige Konter ein, Trainer Peter Németh installierte in Luca Dürholtz einen Spieler mit Kompetenzen in der Spielgestaltung, nach 70 Minuten legte Dynamo auch die letzte Scheu ab. Dortmund geriet auf dem matschigen Rasen mehrfach in Bedrängnis, erst Immobiles zweiter Treffer sicherte den Sieg - in der finalen Spielminute.

© SZ vom 04.03.2015/jbe

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