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Pokal-Aus der Bayern-Basketballer:"Das ist peinlich"

14.10.2019, xemx, Basketball BBL Pokal Achtelfinale, FC Bayern Muenchen - Telekom Baskets Bonn emspor, v.l. Schlussjube

Die Telekom Baskets Bonn werfen die Bayern-Basketballer aus dem Pokal.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Die Bayern-Basketballer scheiden überraschend gegen Bonn aus dem Pokal aus. In der WM-Qualifikation spielen Nord- und Südkorea 0:0 - unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Angelique Kerber wird nach dem Karriereende Turnierdirektorin in Bad Homburg.

Basketball, Pokal: Der Frust saß tief bei Maodo Lo, nach dem völlig überraschenden Aus des deutschen Basketball-Meisters Bayern München in der ersten Pokal-Runde gab es nichts zu beschönigen. "Diese Niederlage ist bitter, das ist peinlich und darf einer Mannschaft mit hohen Ambitionen wie uns nicht passieren", sagte der Nationalspieler nach dem 84:85 (40:53) gegen die Telekom Baskets Bonn. Die erste Niederlage auf nationaler Ebene in dieser Spielzeit traf die Münchner hart, wie schon im Vorjahr ist die erste Titelchance früh verspielt - damals scheiterten sie im Pokal-Viertelfinale an Alba Berlin. Nun bleiben noch die Meisterschaft und die EuroLeague, in der Königsklasse wollen die Bayern als erstes deutsches Team das Viertelfinale erreichen. Gegen Bonn ärgerten sich die Gastgeber vor allem über die schwache erste Halbzeit, kurz nach der Pause lagen sie schon mit 15 Punkten zurück. "Die erste Halbzeit war sehr, sehr schlecht, dazu hat Bonn sehr gut gespielt, dadurch wuchs ihr Selbstvertrauen", sagte FCB-Trainer Dejan Radonjic. Lo, mit 19 Punkten erfolgreichster Werfer der Bayern, fügte hinzu: "So eine Leistung zu bringen, vor allem in der ersten Halbzeit, das ist sehr enttäuschend." Umso größer war die Freude bei den Bonnern - auch, weil sie die schmerzliche 82:114-Heimniederlage gegen die Crailsheim Merlins in der Liga am vergangenen Samstag vergessen machen konnten. "Ich weiß nicht, ob ich schon einmal auf einer extremeren Achterbahnfahrt war als in den letzten 48 Stunden", sagte Baskets-Trainer Thomas Päch: "Wir sind stark geblieben, zusammengeblieben und haben eine gute Reaktion gezeigt. Damit hätte man, glaube ich, nicht rechnen können."

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FC Bayern: Leon Goretzka und David Alaba sind am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München eingestiegen. Goretzka machte fünf Wochen nach seiner Operation im linken Oberschenkel am 48. Geburtstag von Trainer Niko Kovac die komplette Einheit mit. Alaba (Haarriss in der Rippe) setzte nur teilweise aus. Am Samstag tritt der FC Bayern zum Derby beim FC Augsburg an

Radsport, Tour de France: Wie in diesem Jahr wird auch die Tour de France 2020 wieder eine Angelegenheit für die Kletterer um Titelverteidiger Egan Bernal und das deutsche Radsport-Ass Emanuel Buchmann. Insgesamt vier schwere Bergankünfte stehen auf dem Etappenplan der 107. Frankreich-Rundfahrt, wie Tour-Chef Christian Prudhomme bei der Streckenpräsentation am Dienstag in Paris bekanntgab. Gestartet wird die Tour am 27. Juni in der Küstenstadt Nizza im Südosten Frankreichs und endet nach 3470 Kilometern am 19. Juli auf der Pariser Prachtmeile Champs-Elysées. Die Entscheidung über den Gesamtsieg 2020 fällt wohl auf der vorletzten Etappe, die mit einem 36 Kilometer langen und zugleich einzigen Zeitfahren auf der La Planche des Belle Filles ebenfalls in der Höhe endet. Titelverteidiger Bernal aus der britischen Ineos-Mannschaft sicherte sich in diesem Jahr als erster Kolumbianer der Tour-Historie den Gesamtsieg. Deutschlands Kletter-Ass Buchmann beendete das Rennen auf dem vierten Platz.

Tennis, Bad Homburg: Angelique Kerber plant mit dem neuen Rasen-Turnier in Bad Homburg auch schon für die Zeit nach ihrer Karriere. Die 31-jährige Kielerin ist bereits bei der Premiere vom 20. bis 27. Juni 2020 in die Organisation eingebunden und soll nach dem Ende ihrer Laufbahn nach dpa-Informationen Turnierdirektorin werden. Zunächst ist die Wimbledonsiegerin von 2018 als Spielerin und Zugpferd der Veranstaltung eingeplant. "Ein Traum von mir wird wahr: Ein Rasenturnier in Deutschland mit Wimbledon-Flair für alle Tennisfans", sagte die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Macher des Grand-Slam-Turniers in Wimbledon sind Inhaber der Turnier-Lizenz und fungieren gemeinsam mit dem Kerber-Management um den Schweizer Markus Günthardt als Veranstalter. Unmittelbar vor der Premiere in Bad Homburg gibt es ein Comeback von Berlin als Ausrichter. Zwölf Jahre nach dem German-Open-Ende werden vom 13. bis 21. Juni 2020 die Grass Court Championships Berlin auf der Anlage des LTTC Rot-Weiß ausgetragen.

Athletenvertretungen, IOC: Der Verein Athleten Deutschland e.V. hat eine stärkere Berücksichtigung der Menschenrechte durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) gefordert. In einem offenen Brief an IOC-Präsident Thomas Bach rief der Verein das IOC auf, sich zur Achtung der Menschenrechte zu verpflichten. Als einen wichtigen Schritt schlug der Verein eine Ergänzung der Olympischen Charta vor. Diese sollte lauten: "Die Olympische Bewegung verpflichtet sich zur Achtung aller international anerkannten Menschenrechte und setzt sich zur Förderung des Schutzes dieser Rechte ein." Die Athleten erklärten, dass "wiederkehrende Fälle von Machtmissbrauch und sexualisierter Gewalt, die Fahrlässigkeit im Umgang mit der Gesundheit der Athleten und die Einschränkung fundamentaler Rechte" nicht zu den Werten der Olympischen Bewegung passen würden. Es sei an der Zeit, dass das IOC sich formal zur Wahrung der Menschenrechte verpflichte. "Das wäre nicht nur ein starkes Signal an die Athleten - sondern auch an alle anderen Gruppen, deren Rechte im Umfeld und bei der Organisation der Spiele eingeschränkt werden", sagte Jonathan Koch, Präsidiumsmitglied von Athleten Deutschland. Der Brief ist kein Alleingang des deutschen Athleten-Vereins, sondern geht auf eine gemeinsame Initiative von Athletenvertretungen aus den USA, Kanada, Neuseeland und Deutschland zurück. Ebenfalls eingebunden war das globale Sportler-Kollektiv Global Athlete.

Fußball, WM 2022: Keine Live-Bilder und ein fast menschleeres Stadion: Das 0:0 im Qualifikationsspiel für die Fußball-WM 2022 zwischen Süd- und Nordkorea ist am Dienstag fernab der Öffentlichkeit über die Bühne gegangen. Im 50 000 Zuschauer fassenden Kim-Il-Sung-Stadion waren beim ersten Länderspiel zwischen beiden Nationen in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang seit 29 Jahren offenbar keine Zuschauer. Das teilte Südkoreas Fußballverband (KFA) unter Berufung auf den Matchbeauftragten des Asien-Verbands AFC mit. Warum selbst keine nordkoreanischen Fans zugelassen wurden, sei unklar, sagte ein Sprecher in Seoul. Auch eine Live-Übertragung nach Südkorea gab es nicht. Nordkorea versprach den Südkoreanern aber, eine Aufzeichnung des Spiels auf DVD mit auf den Weg zu geben, sobald die Delegation das Nachbarland wieder verlässt. Im Stadion befand sich nach Angaben des KFA-Sprechers aber unter anderen der Präsident des Weltverbandes FIFA, Gianni Infantino. Es gab zunächst kaum Details zum brisanten Duell, zu dem weder südkoreanische Fans noch Journalisten einreisen konnten. Nach Angaben der FIFA verteilte der Schiedsrichter vier Gelbe Karten - an jeweils zwei Spieler beider Nationen. Die Bemühungen um eine Direktübertragung aus dem abgeschotteten Norden der koreanischen Halbinsel waren nach Angaben südkoreanischer Sender zuvor gescheitert. Nach jeweils zwei Siegen und einem Remis in drei Spielen führen beide koreanischen Mannschaften die Tabelle in der Gruppe H der Asien-Qualifikation vor Turkmenistan, dem Libanon und Sri Lanka an.

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