Im Skiort Alpe d’Huez gingen die Festivitäten soeben vom Tag in den Abend über, Hotelbalkone und Après-Ski-Bars dienten als Schauplatz für das Finale dieses zweitägigen Radsportfestivals. Einer der Hauptakteure dieser wilden Vorstellung aus Speichen, Schweiß und Blut war allerdings längst wieder entschwunden. Der Träger des Gelben Trikots und designierte Gewinner dieser 113. Tour de France, Tadej Pogacar, fand sich auf dem Pressepodium wieder und betätigte sich als Pantomime. Was er mit seiner Geste im Ziel bedeutet habe, wurde er gefragt, Pogacar wiederholte das Zeichen, die erhobenen Zeigefinger über der Stirn, und erklärte: „Es ist Toro, Isaac del Toro, der Bulle“, ehe er ergänzte: „Torito.“ Der kleine Bulle.
Tour de FrancePogacar bändigt die Anarchie
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Durch die Massen: Tadej Pogacar, umringt und bedrängt, meistert souverän den Anstieg zum Col du Galibier auf dem Weg nach Alpe d’Huez.
Loic Venance/AFPTadej Pogacar gewinnt zum fünften Mal die Tour de France und steigt damit in den Kreis der Rekordsieger auf. Seine Dominanz ist diesmal besonders eindrücklich – und dabei präsentiert sich der Slowene sogar noch in einer neuen Rolle.
Von Korbinian Eisenberger, Alpe d'Huez/Paris
