Süddeutsche Zeitung

Radsport:Pogacar gewinnt Giro d' Italia mit historischem Vorsprung

Der Slowene sichert sich zum ersten Mal den Titel bei der Italien-Rundfahrt. Er ist 9,57 Minuten schneller als der Zweite, der deutlichste Abstand seit 1965.

Der Slowene Tadej Pogacar hat gleich bei seiner ersten Teilnahme den Giro d'Italia gewonnen. Der Radsportler vom Team UAE Emirates wurde auf der letzten Etappe rund um Rom wie erwartet nicht mehr angegriffen und rollte mit dem Hauptfeld ins Ziel. Den letzten Tagessieg der Italien-Rundfahrt holte sich nach den finalen 125 Kilometer der Belgier Tim Merlier vom Team Soudal-Quick Step im Massensprint.

Pogacar hatte am Samstag nach einem 34 Kilometer langen Solo auch die letzte Bergetappe gewonnen, seinen sechsten Tageserfolg bei der diesjährigen Rundfahrt geholt und seinen Vorsprung in der Gesamtwertung auf 9:57 Minuten ausgebaut, dies ist der deutlichste seit 1965. Damals siegte der 2022 verstorbene Italiener Vittorio Adorni mit 11:26 Minuten vor der Konkurrenz. Merlier holte sich seinen dritten Etappensieg des diesjährigen Giro knapp vor Jonathan Milan.

Der Italiener war kurz vor dem Ziel von einem Defekt gestoppt worden, lag 40 Sekunden hinter dem Feld, wurde von seinen Teamkollegen aber noch einmal an die Spitze geführt. Zum vierten Tagessieg reichte es aber nicht mehr. Der 25 Jahre alte Pogacar ist der zweite Giro-Champion aus Slowenien - im vergangenen Jahr hatte sein Landsmann Primoz Roglic triumphiert. Auch die Bergwertung ging an den zweimaligen Tour-Sieger.

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