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Podolskis Startelf-Debüt in Mailand:Wengers Erwartungen an Podolski

"Podolski ist nur ausgeliehen, Inter hat keine Kaufoption", ließ der leicht genervte Wenger am Sonntag ausrichten. Offensichtlich hat Arsenals Coach nicht goutiert, was Podolski in der englischen Presse über ihn verbreitete: Wenger habe zum Abschied beharrlich geschwiegen; "er hat weder angerufen noch mir alles Gute gewünscht". Nicht, dass er "Blumen oder einen Kuss" erwartet habe, lästerte Poldi: "Aber es geht hier auch um Respekt."

Blumen! Küsse! Wenger zeigte sich höchst pikiert: "Ich erwarte meinen Spieler im Sommer zurück." Wo kein Abschied, da flicht man keine Sträuße, so einfach ist das. Eilfertig verbesserte sich Podolski, er fühle sich selbstverständlich als Arsenal-Spieler. Gleichzeitig twitterte er aber schon fröhlich, er könne es kaum abwarten, in San Siro "vor dem Inter-Volk" zu spielen. Addio Highbury, Poldis Popolo befindet sich jetzt in San Siro.

Das Italienisch des neuen Inter-Volkstribuns ist ganz offensichtlich hausgemacht, denn Podolski hat keine Berührungsängste und muss niemandem Perfektion beweisen. Er schwimmt einfach wie ein Fisch im Wasser, so lange es geht. Sollen Wenger und die Gunners sich doch kalte Füße holen, wenn sie vergebens nach ihm angeln. Roberto Mancini wurde im Pinienwald flugs der Poldi-Papa Waldemar vorgestellt. Mitspielen durfte Podolski senior noch nicht.

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Franck Ribéry über Weltfußballer-Wahl

"Für mich muss Neuer klar gewinnen"

Er selbst wurde vor einem Jahr nur Dritter, diesmal wünscht sich Franck Ribéry seinen Teamkollegen Manuel Neuer als Weltfußballer. Andere sind beim FC Bayern skeptischer. Für die Rückrunde haben die Münchner große Pläne.

Lukas aber blieb gegen CFC von Anfang bis Ende auf dem Platz, während der zweite Inter-Zugang Xherdan Shaqiri sich vergebens aufwärmte. Ursprünglich sollte auch der Schweizer sein Debüt vor heimischem Publikum feiern, "mehr als drei, vier Minuten sind aber nicht drin", hatte Mancini angekündigt, Shaqiri sei noch nicht ausreichend trainiert.

Poldis Popolo applaudierte der Bayern-Leihgabe brav, bekam aber nicht das zu sehen, was die Sportpresse schon so begeistert versprochen hatte - einen "Wadenumfang wie einst bei Rummenigge". Die Beweisfotos waren in der Tat beeindruckend. Shaqiri musste also zuschauen, wie Palacio (12.) und Icardi (39.) trafen, wie Armando Izzo Genua wieder ins Spiel brachte (85.) und Nemaja Vidic drei Minuten später das 3:1 besiegelte.

Doch während Podolski wirbelt, kann Shaqiri warten. Für ihn hat Inter eine Kaufoption, gegen Zahlung von 15 Millionen Euro könnte der Schweizer bleiben. Bislang gehören ihm viele Vorschusslorbeeren, für die sich Shaqiri mit Artigkeiten revanchiert: "Nach der Bundesliga bedeutet ein Wechsel in die Serie A für mich keineswegs einen Abstieg." Inter ist jedenfalls auf dem aufsteigenden Ast und fand sich nach dem Mittagessen zumindest zeitweise in der ersten Tabellenhälfte wieder. "Um nach oben zu strampeln, brauchen wir erfahrene Spieler, die uns helfen", predigt Mancini. Poldi fürs Popolo.